Aktualisiert 13.10.2014 18:47

FC LuzernBabbel verschafft sich einen ersten Überblick

Am Montag fand das erste Training unter dem neuen FCL-Coach statt. Rund 50 Zaungäste schauten Markus Babbel beim ersten Arbeitstag zu - und waren guter Dinge.

von
cza

Der neue FCL-Coach mag keinen Käse, wie er an seiner Präsentation in Luzern preisgab. Markus Babbel ist aber auch nicht in die Zentralschweiz gekommen, um die kulinarischen Köstlichkeiten aus den hiesigen Bergen zu geniessen - er wurde verpflichtet, damit der FCL keinen Käse mehr spielt.

Am Montagnachmittag nahm er diese Mission in Angriff: Gespannt wurde die erste Übungseinheit unter dem neuen Chef erwartet. Babbel war mit seinen Assistenten Gerardo Seoane und Remo Gaugler bereits um 15 Uhr auf dem Trainingsplatz. Auch sein persönlicher Trainingsanzug trug bereits die Initialen «MB». Alex Frei stand an der Seitenlinie unter einem blau-weissen Regenschirm. Das Wetter war trüb - ganz im Gegensatz zur aufgeräumten Stimmung bei Trainer und Staff.

Um etwa 15.20 trafen auch die Spieler ein. Als erstes betraten die Torhüter Zibung, Bucchi und Omlin das Feld. Babbel versammelte Team und Staff im Mittelkreis für eine Kurzansprache, anschliessend gingen die Spieler ans Werk und absolvierten unter der Leitung von Seoane erste Aufwärmübungen. Er war es denn auch, der während des Trainings die Leitung übernahm: Lautstark gab er Anweisungen, erklärte Übungen oder forderte die Spieler auf, das Tempo zu verschärfen. Babbel beobachtete das Ganze: Mit den Armen hinter dem Rücken verschränkt schaute er den Profis bei der Arbeit zu, um sich einen Überblick zu verschaffen.

Dem Trainer eine Chance geben

Das erste FCL-Training unter dem neuen Coach zog auch zahlreiche Zaungäste auf die Allmend: Rund 50 waren gekommen, um Babbel zu sehen. So etwa FCL-Fan Mario Bühlmann aus Meggen: «Ich bin ein Fan, der jedem neuen Trainer eine Chance gibt. Markus Babbel ist ein Trainer mit grosser Qualität - das hatte er beispielsweise bei Hertha BSC Berlin bewiesen.» Der neue Mann an der Seitenlinie hatte bereits am Montagvormittag an der Pressekonferenz betont, dass er vor dem Vaduz-Spiel in erster Linie Einzelgespräche mit den Spielern führen werde. So sehen es auch zwei andere Fans. «In dieser Woche kann er nur etwas für das Selbstvertrauen der Spieler tun. Irgendwie muss der Knoten platzen», sagt ein Mann aus Luzern.

Babbel hat übrigens die Embleme einiger seiner Ex-Vereine auf den Arm tätowiert - er pflegt sich die Wappen seiner Arbeitgeber in die Haut stechen zu lassen. Hoffentlich wird auch seine Tätigkeit beim FC Luzern derart nachhaltig sein.

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