Zürcher Gemeinderat: Babini liegt in kritischem Zustand im Spital
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Zürcher GemeinderatBabini liegt in kritischem Zustand im Spital

Wegen einer verschleppten Lungenentzündung liegt Gemeinderat Mario Babini in Thailand auf der Intensivstation. Im Parlament ist sein Platz seit den Sommerferien leer.

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Sein Platz im Zürcher Rathaus während den Gemeinderatssitzungen ist leer: Mario Babini liegt in Thailand im Spital.

Sein Platz im Zürcher Rathaus während den Gemeinderatssitzungen ist leer: Mario Babini liegt in Thailand im Spital.

Keystone/Walter Bieri
Für Schlagzeilen sorgte der 60-Jährige vor drei Jahren als «Messerfuchtler». Das Strafverfahren gegen ihn wurde eingestellt.

Für Schlagzeilen sorgte der 60-Jährige vor drei Jahren als «Messerfuchtler». Das Strafverfahren gegen ihn wurde eingestellt.

Mario Babini fehlt im Zürcher Gemeinderat. Der Grund: Der frühere SVP- und heute parteilose Politiker liegt in einem Spital in Bangkok und musste sich an der Lunge operieren lassen, wie «Tages-Anzeiger» und NZZ berichten. Sein Zustand ist kritisch. So sei er zeitweise im Koma gelegen.

Wie oft verbrachte Babini den Sommer in Thailand, besuchte seine Freundin und seine Tochter. Er wurde wegen einer Komplikation in ein Provinz-Spital gebracht. Dort erlitt er eine Lungenentzündung. Diese wurde offenbar nicht richtig behandelt. Es folgte die Verlegung nach Bangkok.

Noch ist unklar, wann er in die Schweiz zurückkehren wird. Grundsätzlich können Parlamentarier in Zürich so lange im Ratsbetrieb fehlen, wie sie möchten oder krankheitsbedingt müssen. Laut Reglement kann die Fraktion nach zwei Monaten aber einen Ersatz in die Kommissionen schicken.

CVP würde ihn auf Wahlliste setzen

Babini ist parteilos und Gast bei der CVP-Fraktion. Deren Chefin Karin Weyermann wünscht ihm gemäss NZZ vor allem eine baldige und vollständige Gegesung. Die Politik sei nun zweitrangig. Die CVP möchte Babini bei den Wahlen im kommenden März auf die Liste setzen.

Für Schlagzeilen sorgte der 60-Jährige vor drei Jahren als «Messerfuchtler». Er soll in einer Bar in der Enge mit einem Messer herumgefuchtelt haben. Deswegen sass er 101 Tage in U-Haft. Zudem trat er aus der SVP aus und griff damit einem Parteiausschluss vor. Das Strafverfahren gegen ihn wurde eingestellt.

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