Aktualisiert 10.10.2003 08:43

Baby-Asthma durch Antibiotika

Die Gabe von Antibiotika an Säuglinge erhöht drastisch das Asthma-Risiko.

Eine US-Studie ergab, dass Kinder, die in den ersten sechs Lebensmonaten Antibiotika erhalten, ein 2,6-fach erhöhtes Risiko für allergisches Asthma haben. Werden die Kinder mit Breitband-Antibiotika behandelt, ist die Krankheitswahrscheinlichkeit sogar fast um das Neunfache erhöht. Die Studienleiterin Christine Johnson aus Detroit vermutet, dass die Medikamente die Darmfauna verändern und damit die Entwicklung des Immunsystems beeinträchtigen.

Je häufiger die Kinder Antibiotika erhielten, desto grösser war laut einem Bericht des Magazins New Scientist» die spätere Asthma-Gefahr. Das Resultat der Studie stützt auch die Vermutung, dass eine extrem keimfreie Umgebung das Risiko erhöht. In Familien, die keine Haustiere hatten, neigten die Kinder ebenfalls stärker zu der Krankheit. Die Forscher hatten 448 Kinder in regelmässigen Abständen bis zum Alter von sieben Jahren untersucht. (dapd)

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