Aktualisiert 24.03.2014 11:37

EingeschläfertBaby-Beagle Buddy ist tot

Sabrina M. (24) hat vergeblich um das Leben ihres Beagles Buddy gekämpft: Das Hundebaby ist eingeschläfert worden. M. ist schwer enttäuscht von den Behörden.

von
lüs

Buddy lebt nicht mehr: Der kleine Hund ist am Freitag um 18.30 Uhr eingeschläfert worden. Das Zürcher Veterinäramt hatte dies verfügt, weil Buddys Besitzerin Sabrina M.* (24) den acht Monate alten Beagle aus der Türkei eingeführt hatte, ohne dass er über den Antikörper-Nachweis verfügte – dieser ist für Hunde vorgeschrieben, die aus Ländern mit Tollwutrisiko importiert werden. Eine Tollwut-Impfung, wie sie bei Buddy gemacht worden war, reicht nicht aus.

Kurz bevor er eingeschläfert wurde, durfte Sabrina M. sich noch in einer Zürcher Tierarztpraxis von Buddy verabschieden. «Ich habe meinen Schatz ein letztes Mal gestreichelt», sagt sie. M. hatte bis zuletzt gehofft, dass Buddy trotz des fehlenden Nachweises weiterleben darf – vergeblich. Von den Zürcher Behörden ist sie enttäuscht: «Ich hätte erwartet, dass das Veterinäramt sich mehr für das Wohl des Tieres einsetzt und seinen sinnlosen Tod verhindert.»

«Es hätte eine andere Lösung geben müssen»

Von türkischer Seite habe sie gehört, dass das Veterinäramt nicht einmal versucht habe, in dieser Sache mit der Türkei Kontakt aufzunehmen, sagt M. «Dabei wäre die Türkei unter gewissen Bedingungen bereit gewesen, Buddy zurückzunehmen.»

M. will nun juristisch abklären lassen, ob sie gegen die Behörden vorgehen kann. Sie räumt aber auch ein: «Dass Buddy nicht über den nötigen Nachweis verfügte, ist natürlich mein Fehler. Doch es hätte eine andere Lösung geben müssen als die Todesspritze.» Das Veterinäramt des Kantons Zürich forderte 20 Minuten auf, Fragen zum Fall Buddy schriftlich zu stellen – hatte diese aber bis Sonntag nicht beantwortet.

*Name der Redaktion bekannt.

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