Aktualisiert 27.05.2018 20:04

Feuerwehr unter Zeitdruck

Baby im Maxi-Cosi aus gesunkenem Auto befreit

Am Samstag wütete in Münsingen ein Unwetter. Feuerwehrleute stehen seither im Dauereinsatz – und verhinderten damit Schlimmeres.

von
miw
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Durch die starken Regenfälle füllte sich am Samstagabend innert Kürze eine Strassenunterführung mit Wasser.

Durch die starken Regenfälle füllte sich am Samstagabend innert Kürze eine Strassenunterführung mit Wasser.

Leser-Reporter
Im Auto war noch ein Kleinkind in einem Maxicosi festgeschnallt. Die Feuerwehr konnte das Baby noch rechtzeitig befreien.

Im Auto war noch ein Kleinkind in einem Maxicosi festgeschnallt. Die Feuerwehr konnte das Baby noch rechtzeitig befreien.

Leser-Reporter
Am Samstag um 19:25 Uhr wurde in der Region ein Unwetter der Stufe Rot registriert. Es kam aus Süden und bewegte sich mit einer Geschwindigkeit von 18 km/h in nördliche Richtung.

Am Samstag um 19:25 Uhr wurde in der Region ein Unwetter der Stufe Rot registriert. Es kam aus Süden und bewegte sich mit einer Geschwindigkeit von 18 km/h in nördliche Richtung.

Leser-Reporter

Am Samstagabend um 19.25 Uhr wurde in der Region Münsingen ein Unwetter der Stufe Rot registriert. Die Dimension dieses Unwetters erstaunt gar Kommandant Markus Joss, der bereits seit 30 Jahren für die dortige Feuerwehr im Einsatz steht: «Über 100 Mal wurden wir in den letzten Stunden alarmiert», sagt Joss – «die Schadensschwere ist enorm.»

Umgestürzte Bäume, zerstörte Gärten oder mit Wasser gefüllte Untergeschosse hielten die Einsatzkräfte auf Trab. So standen 40 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in der Nacht auf Sonntag bis 4.30 Uhr im Einsatz. «Nicht einmal eine Stunde später wurden wir bereits wieder aus den Federn geholt», sagt Joss. Zehn seiner Leute kämpften auch noch tags darauf gegen die Folgen des Gewitters.

Kleinkind aus Auto gerettet

Dank diesem unermüdlichen Einsatz konnte Schlimmeres verhindert werden. Durch die starken Regenfälle hatte sich am Samstagabend innert Kürze eine Strassenunterführung mit Wasser gefüllt. Eine Familie, die im Auto unterwegs war, wurde von der plötzlichen Flut überrascht – ihr Auto versank und begann sich mit Wasser zu füllen. Bei den Insassen kam Panik auf – «im Auto war noch ein Kleinkind in einem Maxi-Cosi festgeschnallt», sagt Joss. Seine Leute konnten das Kind noch rechtzeitig befreien: «Es gab zum Glück keine Verletzte», bilanziert der Kommandant.

Böse Überraschung für Hausbesitzer

Dennoch seien viele Geschädigte betrübt. So etwa Wohnungsbesitzer, die just nach dem Unwetter aus den Ferien zurückkamen und ihr Zuhause unter Wasser vorfanden – «das ist schon sehr ärgerlich», so Joss. Doch er und die Feuerwehr Münsingen versuchten mit vereinten Kräften, die Schäden schnell und so gut wie möglich zu beheben.

Auch im höher gelegenen Konolfingen stand die Feuerwehr im Einsatz – zeitweise waren dort 47 Personen aufgeboten. In Ober- und Niederhünigen traten Bäche über die Ufer, die Dorfbadi Konolfingen wurde überflutet und diverse Keller waren nach dem Gewitter mit Wasser gefüllt.

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