Hitzegefahr: Baby in Auto eingesperrt – Polizei schlägt Fenster ein

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HitzegefahrBaby in Auto eingesperrt – Polizei schlägt Fenster ein

Eine Mutter hat in Zürich bei grosser Hitze ihren sechs Monate alten Buben aus Versehen im Auto eingeschlossen. Polizisten retteten ihn. Das Baby verschlief die ganze Aktion.

von
som
Eine Mutter schloss ihr Kind am Hirschengraben aus Versehen im Auto ein.

Eine Mutter schloss ihr Kind am Hirschengraben aus Versehen im Auto ein.

Es ist der Horror für jede Mutter: Am Montag gegen 13 Uhr parkierte eine Mutter ihr Auto auf dem Parkplatz Hirschengraben im Zürcher Kreis 1. Gemäss ihren Angaben wollte sie dann ihr sechs Monate altes Kind, das im Maxi-Cosi-Sitz sass, aus dem Auto nehmen. Doch als sie ausgestiegen war und die Autotüre schloss, verriegelten sich sämtliche Fahrzeugtüren. Entsetzt stellte sie fest, dass der Schlüssel im Fahrzeuginnern war und sie das Auto von aussen nicht mehr öffnen konnte.

Sofort machte sie Passanten auf ihre Lage aufmerksam, die die Zürcher Stadtpolizei riefen. Deren Patrouille organisierte einen Abschleppdienst. Diesem gelang es aber auch nicht, die Verriegelung des Autos zu öffnen, teilte die Stadtpolizei Zürich am Dienstag mit.

Schlag mit dem Stock

Aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen entschlossen sich die Polizisten kurzerhand, mit ihrem Stock ein Fenster des Autos einzuschlagen, um den Buben aus dem mittlerweile aufgeheizten Fahrzeug zu befreien. Das Kleinkind hatte die ganze Aktion «verschlafen» und konnte wohlbehalten geborgen und der überglücklichen Mutter übergeben werden.

Laut Stapo-Sprecherin Judith Hödl hat die Mutter den Vorfall ziemlich mitgenommen: «Sie wollte eigentlich alles richtig machen und schloss die Türe extra ab, damit nichts aus dem Auto gestohlen wird.» Es habe sie geschockt, wie schnell man in so eine gefährliche Situation kommen könne. Nicht immer geht das so glimpflich aus. Auf einem Tessiner Camping-Platz starb am 21. Juli die 5-jährige Cheyenne, weil sie im aufgeheizten Auto eingesperrt war.

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