Baby in Zürcher Spital verwechselt

Aktualisiert

Baby in Zürcher Spital verwechselt

Schock für
eine junge Mutter: Kurz
nach der Geburt im Spital Limmattal wurde
ihre Tochter verwechselt
und einer anderen Frau
an die Brust gelegt. Für
E.N.* (25) begann eine
Zeit des Bangens.

E.N. brachte am vergangenen Montag im Zürcher Spital Limmattal ein kerngesundes Mädchen zur Welt. Die Geburt dauerte 22 Stunden – die junge Frau war nudelfertig, aber überglücklich – die kleine Y.* ist ein Wunschkind.

Dann geschah das Unfassbare: Die Pflegefachfrau legte das Baby in ein falsches Bettchen. Der Fehler führte dazu, dass Y. dann auch von der falschen Mutter gestillt wurde. «Ich war total geschockt und aufgewühlt», sagte E.N. gegenüber 20 Minuten. «Mit der Muttermilch können ja zahlreiche Krankheiten übertragen werden.»

Pflegedirektorin Heidi Kropf spricht in diesem Zusammenhang von einem ernsten Fehler: «Wir nahmen diesen Vorfall sehr ernst und haben die Frau auf chronisch infektiöse Krankheiten wie zum Beispiel Hepatitis überprüft. Gottseidank waren alle Testergebnisse negativ.» Gemäss Kropf wurde der Fehler dank dem bestehenden Sicherheitssystem bemerkt. Kropf: «Obwohl das Kind ins falsche Bett gelegt wurde, war es am Bein richtig angeschrieben.»

Die junge Mutter E.N. atmet nach zweitägigem Zittern auf: «Jetzt kann ich mein Mutterglück in vollen Zügen geniessen.»

Andy Fischer

*Name der Redaktion bekannt

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