Baby nach Unfall bei Rettung gestorben
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Baby nach Unfall bei Rettung gestorben

Das am Montagmorgen bei der Rettung aus einem brennenden Haus in Oberhofen (BE) von einem Feuerwehrmann fallen gelassene Baby ist am Dienstagnachmittag im Spital verstorben.

Die beiden Bewohner der brennenden Wohnung sowie der Zwillingsbruder des getöteten Kleinkindes konnten das Spital wieder verlassen.

Ein Feuerwehrangehöriger hatte bei der Evakuierung einer Asylbewerberfamilie aus dem dritten Stock die vermeintlich leere Babytasche aus einer Höhe von acht Metern fallen gelassen. Erst danach hatte sich herausgestellt, dass darin ein einmonatiges Baby lag. Das Kleinkind starb mutmasslich an den Folgen eines Schädel-Hirntraumas im Spital, wie die Untersuchungsbehörden und die Polizei am Dienstag mitteilten. Zur genauen Klärung der Todesursache wurde seine Leiche ins Institut für Rechtsmedizin der Universität Bern (IRM) überführt. Die Ermittlungen zum tragischen Unglücksfall sind noch nicht abgeschlossen. Die Eltern sowie Angehörige der Feuerwehr werden weiter durch die Notfallseelsorge betreut. Der Zwillingsbruder des getöteten Babys sowie die beiden Bewohner der brennenden Wohnung konnten inzwischen wieder aus dem Spital entlassen werden. Die Brandursache ist geklärt: In der Wohnung im zweiten Stock hatte ein Bettsofa direkten Kontakt mit der Oberfläche eines Elektrospeicherofens. In der Folge kam es durch die Strahlungswärme des Heizkörpers im Bereich der Kontaktstelle am Sofa zum Brandausbruch. (dapd)

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