Aktualisiert 25.06.2009 14:20

«Erwachsen auf Probe»«Baby-Ripper» Elvir gibt den Geläuterten

Nachdem sich schnell herausstellte, dass die RTL-Realityshow «Erwachsen auf Probe» harmlos ist, geriet besonders der Möchtegern-Vater Elvir ins Blickfeld. Der gibt sich jetzt gereift und meint, er sei kein Frauenschläger und Halbstarker.

In der ersten Folge von «Erwachsen auf Probe» sprach Kandidat Elvir freimütig darüber, dass er seiner Freundin im Streit ja auch schon eine «gelangt» hätte (20 Minuten Online berichtete). Wenn der 17-Jährige heute sieht, wie er versucht eine Mikrowelle zu bedienen, ist er versöhnlich. «Ich muss sehr lachen, wenn ich diese Bilder heute sehe», sagte er gegenüber der «Rheinischen Post». In seinem Heimatort werde er schon verspottet, weil er ein Baby-Dummy im Schlaf überrollt hat. «In Oberbilk rufen die Leute auch schon mal Puppenmörder oder Jack the Ripper.»

An anderer Stelle gibt der gebürtige Mazedonier zu Protokoll, er schäme sich für sein Verhalten während des Drehs. Eine schwere Kindheit habe er gehabt: Seine Mutter starb, als er zwei Jahre alt war, der Vater habe nie Zeit für ihn gehabt. «Ich war früher ein schlimmer Finger, hatte viele Dummheiten im Kopf, habe erst geredet und dann gedacht», zitiert ihn der Kölner«Express». Die Ohrfeige für Freundin Nadine tue ihm inzwischen «wirklich leid, da habe ich überreagiert. Ich bin kein Schlägertyp.»

Elvir hat Stress beim Einkaufen. Quelle: Clipfish

Elvir muss Imagepflege betreiben, denn nach seinem peinlichen Auftritt ist er nicht nur beim Publikum, sondern auch bei den Kritikern unten durch. «Die wehleidige Selbstverliebtheit, die der selbsternannte Herr in diesem Elternhaus von `Erwachsen auf Probe? an den Tag legt, ist nicht nur nervtötend, sie ist gefährlich», ätzte etwa die FAZ. «Man muss kein konservativer Familienfetischist sein, um diese Show für billigen Mist zu halten.»

Der Jugendliche hat offenbar den Gegenwind gespürt und gelobt Besserung. «In den letzten Folgen beweise ich allen, dass ich mich geändert habe. Ich werde meinen Schulabschluss nachholen und einen Job als Kellner beginnen. Ein Baby möchte ich allerdings erst, wenn ich die nötige Reife habe und meinem Kind etwas bieten kann», zitiert ihn der «Express».

Tönt vernünftig, sagen Sie? Dann lesen Sie mal bei der «Rheinischen Post», was der Knabe nach der Ausbildung machen will: «Elvir will die Hauptschule abschliessen, Geld als Popsänger verdienen und frühestens mit 25 Jahren Vater werden.» Ob acht Jahre für Elvir reichen, darf angezweifelt werden.

Elvir erzieht, die Nanny auch. Quelle: Clipfish

Elvir redet über seine Jugend. Sie war «richtig Scheisse». Quelle: Clipfish

(phi)

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