Tödliche Injektion: Baby stirbt wegen Fehlers einer Krankenschwester
Aktualisiert

Tödliche InjektionBaby stirbt wegen Fehlers einer Krankenschwester

Ein sechs Monate altes Baby ist in Paris an den Folgen einer fehlerhaften Infusion gestorben. Das Pflegepersonal hatte die Tropfgeschwindigkeit der Nährlösungs- Infusion für den kleinen Jungen zu stark eingestellt.

Das Baby wurde nach dem Vorfall am Neujahrstag sofort ins Necker- Klinikum nach Paris verlegt, starb dort aber am Freitag. Der kleine Junge habe auf eine Organspende gewartet und bereits seit September in dem Krankenhaus in Yvelines gelegen, sagte der Chef der Klinik in Yvelines.

Die zuständigen Staatsanwaltschaften nahmen Ermittlungen auf, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Gesundheitsministerin Roselyne Bachelot sprach den Eltern des Babys ihr Beileid aus.

Die Eltern erstatteten Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung. Aus Justizkreisen hiess es, die Leiche des Kleinkindes solle am Montag in Paris obduziert werden, um die genaue Todesursache festzustellen.

Bereits an Heiligabend war in einem Pariser Spital ein dreijähriger Junge gestorben, weil eine Krankenschwester seine Angina falsch behandelt hatte.

In jüngster Zeit waren in Frankreich wiederholt Beschwerden über Missstände in den Spitälern laut geworden, die von der Opposition auf Geldmangel zurückgeführt wurden. Auch Vertreter der Notärzte erklärten am Sonntag, das überlastete Personal arbeite am Rande des Zusammenbruchs. (sda)

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