Sensation in den USA: Baby überlebt Chemotherapie der Mutter
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Sensation in den USABaby überlebt Chemotherapie der Mutter

Bradley Devis ist ein Wunder: Mediziner stuften seine Überlebenschancen als sehr gering ein, er ist nun aber kerngesund zur Welt gekommen.

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Manchmal liegen Himmel und Hölle nah beieinander: So gross die Freude über ihre Schwangerschaft war ...

Manchmal liegen Himmel und Hölle nah beieinander: So gross die Freude über ihre Schwangerschaft war ...

iStock/Vera_petrunina
... so gross dürfte auch die Sorge gewesen sein, als Jade Devis zum ersten Mal den Knoten in ihrer Brust spürte.

... so gross dürfte auch die Sorge gewesen sein, als Jade Devis zum ersten Mal den Knoten in ihrer Brust spürte.

iStock/John Sommer
Der daraufhin von ihr aufgesuchte Arzt beruhigte sie: Der Knubbel sei wahrscheinlich ein Symptom ihrer Schwangerschaft. Doch die Aussage genügte Devis nicht und sie bestand auf eine Biopsie.

Der daraufhin von ihr aufgesuchte Arzt beruhigte sie: Der Knubbel sei wahrscheinlich ein Symptom ihrer Schwangerschaft. Doch die Aussage genügte Devis nicht und sie bestand auf eine Biopsie.

iStock/Andresr

Die 36-jährige Jade Devis hat eine Achterbahnfahrt der Gefühle hinter sich. Nur wenige Wochen nachdem sie erfahren hatte, dass sie schwanger war, erhielt sie im März 2019 die Diagnose «dreifach negativer Brustkrebs im zweiten Stadium». Diese Krebsform gilt als besonders aggressiv und schwer behandelbar.

Um ihr Leben zu retten, entfernten ihre Ärzte im Loma Linda University Cancer Center den Knoten und verordneten mehrere Chemotherapien, wie es in einer Mitteilung heisst. Ausserdem rieten die Mediziner ihrer Patientin zur Abtreibung (siehe Box).

Gute Neuigkeiten und Aussichten

Doch entgegen den ärztlichen Anweisungen beschloss Devis, ihr Ungeborenes zu behalten. «Eine Chemotherapie ist für jeden Menschen schwierig», so Gayathri Nagaraj, Brustkrebsspezialistin des Spitals. Doch im Falle Devis sei es um das Leben von zwei Menschen gegangen. Alle – Ärzte, Fachleute und Familie – hätten gemeinsam gekämpft.

Ende Juli 2019 dann die guten Neuigkeiten: Nicht nur hat die 36-Jährige ihren Sohn Bradley zur Welt gebracht, er ist auch kerngesund. So wie es vermutlich auch die frischgebackene Mutter bald sein wird. Bisher, so berichtet es People.com, hat ihr Krebs noch nicht gestreut. Ein gutes Zeichen, denn der Krebs, an dem sie erkrankt war, ist dafür bekannt, rasch und viele Metastasen zu bilden.

Abtreibung bei einer Chemotherapie

Eine Chemotherapie während der Schwangerschaft kann schwerwiegende Folgen für das Ungeborene haben. So erhöht eine medikamentöse Therapie im ersten Trimester das Risiko für Fehlbildungen beim Kind deutlich. Rund 16 Prozent der zur Welt gebrachten Babys sind betroffen. Anders sieht es aus, wenn die Chemo im zweiten oder dritten Trimester stattfindet. Dann ist das Risiko einer Fehlbildung beim Kind nicht mehr erhöht.

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