Aktualisiert 14.07.2009 07:12

PsychologieBabyfotos steigern Ehrlichkeit

Babyfotos machen ehrlicher: Laut einer britischen Studie geben Finder verlorene Portemonnaies eher zurück, wenn diese Bilder von kleinen Kindern enthalten.

Für die Studie «verloren» Forscher der Universität Hertfordshire um Richard Wiseman im November 2008 absichtlich 240 Portemonnaies an zufällig ausgewählten Orten in der schottischen Stadt Edinburgh. Geld enthielten die Brieftaschen allerdings nicht.

Auch Bilder von jungen Hunden und Familienfotos wirken sich positiv auf die Moral aus.

Dafür fanden sich darin in je 40 Portemonnaies neben alltäglichen Gegenständen wie Lotteriescheinen und Mitgliedskarten ein Foto entweder von einem Kleinkind oder von einem Welpen, von einem älteren Paar, von einer Familie oder einen Hinweis darauf, dass der Besitzer vor kurzem Geld oder Blut gespendet hatte. Einem Teil wurde nichts weiter beigelegt.

Das Ergebnis der Studie: Mit Abstand am häufigsten zurückgegeben wurden die Brieftaschen mit den Kinderfotos (35 Stück), mit weitem Abstand gefolgt von den Welpen (21 Stück), der Familie (19 Stück) und dem älteren Paar (11 Stück).

Wenig Wirkung zeigten die Geldbörsen mit den Spendennachweisen (8 Stück) und die Kontrollgruppe ohne zusätzliche Beigaben (6 Stück). Insgesamt wurden 100 der 240 Börsen zurückgegeben (42 Prozent). Die Ergebnisse zeigten, dass «Babys bei Menschen ein fürsorgliches Gefühl erzeugten», sagte Wiseman.

(sda)

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