Aktualisiert 11.10.2017 09:16

Starke VerschmutzungBach in der Waadt verfärbt sich rabenschwarz

Der Bach Mèbre ist stark verschmutzt. Mit Sperren versuchen die Sicherheitskräfte zu verhindern, dass die Verschmutzung in den Genfersee gelangt.

Der Bach Mèbre im Waadtland ist seit Dienstagmorgen schwer verschmutzt. Es handelt sich dabei um Mineralöl, das auf dem Wasser schwimmt. Es stammt vermutlich von einem Industriebetrieb. Sperren verhindern, dass die zähe schwarze Flüssigkeit in den Genfersee gelangt, teilt die Kantonspolizei Waadt mit. Woher die Flüssigkeit kommt, ist noch nicht bekannt. Die Fische seien davon nicht betroffen, Wasservögel wie Schwäne hingegen schon.

Kurz nach 10 Uhr haben Arbeiter, die entlang des Bachs unterwegs waren, einen Notruf abgesetzt. Sie hätten beobachtet, wie sich die mit der Flüssigkeit bedeckte Wasseroberfläche langsam in Richtung Genfersee bewegte. «Der Bach ist komplett schwarz», berichtet ein Keystone-Fotograf.

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Der Bach Chamberonne, der in den Genfersee mündet, ist stark verschmutzt. Der Grund ist noch unklar.

Der Bach Chamberonne, der in den Genfersee mündet, ist stark verschmutzt. Der Grund ist noch unklar.

Keystone/Cyril Zingaro
Torf soll helfen, die schwere Verschmutzung einzufangen.

Torf soll helfen, die schwere Verschmutzung einzufangen.

Keystone/Cyril Zingaro
Die Feuerwehr erstellte schwimmende Schutzsperren bei der Einmündung in den Genfersee.

Die Feuerwehr erstellte schwimmende Schutzsperren bei der Einmündung in den Genfersee.

Keystone/Cyril Zingaro

Derzeit versuchen die Feuerwehr, Fischereiaufseher und die Seepolizei die Verschmutzung einzudämmen. Mehrere Sperren wurden bei der Einmündung der «Chamberonne» in den Genfersee aufgestellt. Die «Mèbre» fliesst kurz vor dem Genfersee mit dem Bach «Sorge» zusammen. Das Gewässer trägt auf dem letzten Kilometer den Namen «Chamberonne.»

(20 Minuten/sda)

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