Gerichtsurteil: «Bachelorette»-Kandidat hat Ärger mit Sozialhilfe

Aktualisiert

Gerichtsurteil«Bachelorette»-Kandidat hat Ärger mit Sozialhilfe

Bekannt wurde er als Kandidat in der TV-Show «Die Bachelorette». Nun kam heraus, dass Sozialhilfebezüger Alain G. seine Nebeneinkünfte verheimlicht hat.

von
aha
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Bei «Die Bachelorette» buhlte Alain G. mit Blumen um Frieda Hodel. Mit wenig Erfolg.

Bei «Die Bachelorette» buhlte Alain G. mit Blumen um Frieda Hodel. Mit wenig Erfolg.

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Hodel liess den Berner abblitzen. Nun kam heraus, ...

Hodel liess den Berner abblitzen. Nun kam heraus, ...

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... dass der bald 50-Jährige seine Nebeneinkünfte der Gemeinde verheimlichte, bei der er Sozialhilfe bezog.

... dass der bald 50-Jährige seine Nebeneinkünfte der Gemeinde verheimlichte, bei der er Sozialhilfe bezog.

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In der ersten Staffel von «Die Bachelorette» buhlte der Berner Alain G. noch um das Herz von Frieda Hodel. Nach seiner Heimreise vor dem Halbfinal meldete der «Blick», dass er nun einen Modelvertrag an Land gezogen habe. Das liess seine Gemeinde aufhorchen. Denn was die Öffentlichkeit nicht wusste: Der Mann bezog damals seit längerem Sozialhilfe.

Der Sozialdienst forderte G. deshalb auf, seine finanziellen Verhältnisse offenzulegen und lud ihn zum Gespräch ein. Weil sich der Mann unkooperativ zeigte, drehte die Sozialhilfe den Geldhahn zu. Doch der Ex-«Bachelorette»-Kandidat rief das Verwaltungsgericht an. Erfolglos, wie aus einem Urteil nun hervorgeht, berichtet die «Berner Zeitung».

«Narzisstische Persönlichkeit»

Die Gemeinde setzte schliesslich Sozialinspektoren auf G. an, die herausfanden, dass G. von seinem Vater Miteigentum an Liegenschaften geschenkt bekommen hatte. Das Verwaltungsgericht bescheinigt dem bald 50-Jährigen eine «narzisstische Persönlichkeit» und nimmt ihm nicht ab, dass er nur gegen Spesenentschädigungen gemodelt und als DJ gearbeitet hat.

Das Verwaltungsgericht hält zudem fest, dass wer als Model, DJ oder als Kandidat in der Sendung «Die Bachelorette» auftreten könne, sehr wohl wisse, wie wichtig eine solche Information für den Sozialdienst sei. Sollte G. jedoch bereit sein, seinen Mitwirkungspflichten nachzukommen, könne er sich wieder beim Sozialdienst melden, um finanzielle Unterstützung anzufordern, schliesst das Urteil.

Alain war für 20 Minuten nicht erreichbar.

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