Back to the Roots: Picknicken mit Stil
Aktualisiert

Back to the Roots: Picknicken mit Stil

Plastikteller ade, jetzt kommt Porzellan: Picknicken ist im Trend und Freiluftgourmets setzen auf luxuriöse Materialien.

«Pikunikku» heisst sie auf Japanisch, «Picnic» sagen die Engländer und als «Picknick» kennen wir sie – die Verköstigung in der freien Natur. Den ersten Schritt zu «Pic un Nic» (schnapp dir eine Kleinigkeit) unternahmen indes die Adligen Frankreichs im 17. Jahrhundert, als sie die gesellschaftlichen Sommer-Events aus den prunkvollen, aber kalten Schlössern in die Natur verlegten.

Das Strickmuster fürs klassische «Picnic» lieferten dann die Briten: Eine karierte Schurwolldecke gehörte dazu sowie Körbe, Gläser, edles Besteck und – am wichtigsten – Stil. Im 20. Jahrhundert war zunächst Schluss mit Klasse: Plastikgeschirr und eine Wegwerfmentalität gaben dem Picknicken einen billigen Anstrich und belasteten darüber hinaus die Natur.

Die Schweiz erlebt indessen eine Wende. «Wir stellen einen Trend zu hochwertigen Picknickkörben fest», sagt Ernst Pfenninger, Pressesprecher von Globus. Auch Interio bestätigt, dass sich Picknickkörbe sehr gut verkaufen. Die Konsumenten setzen auf Qualität und Nachhaltigkeit: Vorwiegend werden Glas, Porzellan und Metalle verwendet, Plastik ist out. «Die Menschen wollen die gepflegte Esskultur mit ins Freie nehmen», stellt Pfenninger fest. Frei nach dem Motto «Back to the Roots» – zurück zum Ursprung.

Jan Graber

Checkliste

Was oft vergessen geht:

Salz und Pfeffer

Korkenzieher

Rüstmesser

Küchenpapier, Servietten

Wasser, um die Hände zu waschen

Wolldecke

Abfalltüten, die man unter die Wolldecke legen kann (falls die Wiese feucht ist). Auch als Abfallbehälter nach dem Picknick

Sonnenschutz

Windsicheres Licht

Getränke in wiederverschliessbaren Flaschen

Thermoskanne mit Kaffee oder Tee

Evtl. wärmende Decke für den kühlen Abend.

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