Aktualisiert 19.10.2006 21:11

Bacsinszky trifft auf Scharapowa

Timea Bacsinszky steht beim Zurich Open in den Viertelfinals. Die erst 17-Jährige steht nach der Aufgabe von der Italienerin Francesca Schiavone (WTA 17) in der Runde der letzten acht. Dort trifft sie auf Maria Scharapowa.

Timea Bacsinsky, die Weltnummer 174, profitierte allerdings bei ihrem fünften Sieg im fünften Spiel seit dem Sonntag von einer Verletzung Schiavones, welche die Italienerin deutlich beeinträchtigte. Der rechte Ober- und Unterschenkel war bei Schiavone von Anfang an einbandagiert, was die ansonsten für ihre starke Beinarbeit bekannte Spielerin zu sehr handicapierte. Bis zum 5:0 im ersten Satz überliess Bacsinsky ihrer Gegnerin nur gerade fünf Punkte. Nachdem die Waadtländerin den ersten Satz innert 23 Minuten für sich entschied, gab Schiavone auf.

«Ich war so auf den Match konzentriert, dass ich phasenweise gar nicht mehr mitbekommen habe, dass sie verletzt ist. Ich war dann schon etwas überrascht, als sie zu mir kam und mir die Hand schüttelte», so der Teenager, der sportlich fair anführte, dass «ich noch lieber gewonnen hätte, wenn sie nicht hätte aufgeben müssen.»

Die neue Nummer 3

Bacsinszkys Höhenflug geht damit ungebremst weiter. In der nächsten Weltrangliste wird sie mit den 93 bisher erspielten Punkten ganz sicher im Bereich von Platz 120 auftauchen, plötzlich rückt sogar eine Qualifikation für das Hauptfeld des nächsten Australian Open in den Bereich des Möglichen. Um dort sicher dabei zu sein, müsste sie Platz 104 erreichen, realistischerweise dürfte aber auch ein Rang um 110 genügen. Allerdings muss die neue Schweizer Nummer 3, die Emmanuelle Gagliardi überholen wird, bis zum Saisonende auch noch 40 Zähler verteidigen. «Es ist eine ganz besondere Woche für mich», gestand sie.

Mathematische Spielereien brauchen die Allrounderin aber vorerst noch nicht zu kümmern. Am Freitag könnte im Tennis-Märchen zuerst einmal das nächste Kapitel geschrieben werden. Bacsinszky trifft auf Maria Scharapowa (Russ/2), die ihren Einstieg ins Turnier gegen Shahar Peer (Isr, WTA 23) dank einer starken kämpferischen Leistung mit 6:4, 7:6 (7:4) erfolgreich gestaltete. «Es ist ein Traum gegen die kleine russische Prinzessin zu spielen», lachte die erfrischende Waadtländerin, um sich sogleich zu korrigieren, «gegen die grosse russische Prinzessin natürlich. Gegen die Nummer 3 der Welt und letzte Gewinnerin eines Grand-Slam-Turniers kann ich völlig ohne Druck antreten.»

Zürich. Hallenstadion. Zurich Open. WTA-Tier-I-Turnier (1,3 Mio Dollar/Halle). Einzel, Achtelfinals:

Timea Bacsinszky (Sz) s. Francesca Schiavone (It/8) 6:1 w.o. (Oberschenkelverletzung).

Maria Scharapowa (Russ/2) s. Shahar Peer (Isr) 6:4, 7:6 (7:4).

Swetlana Kusnezowa (Russ/3) s. Jelena Jankovic (Ser) 7:6 (8:6), 7:5.

Katarina Srebotnik (Sln) s. Jelena Dementjewa (Russ/4) 6:1, 6:4.

Viertelfinal:

Daniela Hantuchova (Slk) s. Amélie Mauresmo (Fr/1) w.o. (Schulterverletzung).

Das Programm vom Freitag. 14.00 Uhr:

Maria Kirilenko (Russ) - Katarina Srebotnik (Sln) gefolgt von Timea Bacsinszky (Sz) - Maria Scharapowa (Russ/2).

18.00 Uhr: Swetlana Kusnezowa (Russ/3) - Martina Hingis (Sz/5) gefolgt von Huber/Srebotnik (SA/Sln) - Grönefeld/Shaughnessy (De/USA) und Hantuchova/Sugiyama (Slk/Jap) - Yan/Zheng (China).

(fox/si)

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