Aktualisiert 04.06.2015 14:20

French Open

Bacsinszky will mehr als den Scrabble-Jackpot

Erstmals sind sämtliche Augen auf Timea Bacsinszky gerichtet, wenn sie auf Serena Williams trifft. Für die Tennisfans ist der Halbfinal auch eine Buchstabier-Übung.

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Alle hat sie eingeladen, nach Paris zu kommen: «Es ist kein Problem, wenn ganz Lausanne kommen will – jetzt wo Stan und ich im Halbfinal stehen. Kommt!», grüsste Timea Bacsinszky (WTA 24) nach ihrem sensationellen Triumph am Mittwoch ihre Heimat.

Einen forderte Bacsinszkys nach ihrem Viertelfinal-Sieg persönlich auf: «Val tu viens!», notierte die 25-Jährige beim mittlerweile obligaten Autogramm auf die Scheibe der Kamera auf dem Platz. Dabei soll es sich um ihren besten Freund handeln.

Nach dem Sieg am Mittwoch wurde Bacsinszky vom charmanten Guillaume Dolmans ins Hotel chauffiert (Video oben). Täglich nehmen die Tennis-Stars bei «Road to Roland Garros» auf dem Rücksitz Platz – und werden mit Fragen gelöchert. Novak Djokovic war am 1. Juni Gast und hatte sichtlich Spass.

Zurück zu Bacsinszky. Die Schweizerin wurde auf ihrer Fahrt mit dem offiziellen Shuttle des Turniers auf ihre immer grösser werdende Bekanntheit angesprochen. In ihrer Heimat Lausanne soll ihr Gesicht die Busse des öffentlichen Verkehrs zieren. «Ja, das ist neu!», bestätigt sie. «Die Leute erkennen mich immer öfters.»

Gemäss unseren Redaktionskollegen aus der Westschweiz wurden die Busse zwar noch nicht gesichtet, sollte der Triumphzug ihrer Lokalmatadorin in Paris weitergehen, wäre es höchste Zeit, mit der Produktion der Aufkleber zu beginnen.

Jetzt wartet die Dominatorin

«Das ist schon ein bisschen besonders», verrät die Weltnummer 24 und macht den Eindruck, als müsse sie sich noch daran gewöhnen. Ein Vorteil fällt ihr dann aber prompt ein: «Die Leute beginnen, meinen Namen immer besser auszusprechen.» Wer zusätzliche Nachhilfe braucht, dem empfiehlt Bacsinszky, dies spielend zu tun: «Beim Scrabble ist es der Jackpot (der Name Bacsinszky, Anm. d. Red.)», sagt sie lachend.

Ihren persönlichen Jackpot hat die bodenständige Westschweizerin mit dem Erreichen der Halbfinals bereits geknackt. «Ich hätte nie gedacht, dass ich so weit komme», freute sie sich nach dem 7:5, 6:4-Viertelfinalsieg gegen die Belgierin Alison Van Uytvanck.

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