Aktualisiert 04.06.2015 17:38

French Open

Bacsinszkys Tennis-Märchen ist zu Ende

Timea Bacsinszky muss gegen Serena Williams eine herbe Niederlage einstecken. Die Schweizerin verliert den Halbfinal von Paris am Ende deutlich 6:4, 3:6, 0:6.

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Timea Bacsinszky scheitert im Halbfinal der French Open an Serena Williams und verliert die Partie in drei Sätzen 6:4, 3:6, 0:6.

Timea Bacsinszky scheitert im Halbfinal der French Open an Serena Williams und verliert die Partie in drei Sätzen 6:4, 3:6, 0:6.

Michel Euler
Serena Williams mimt immer wieder den sterbenden Schwan, kann sich dann aber auf dem Court plötzlich zusammenraffen. Die Amerikanerin ist offenbar stark erkältet.

Serena Williams mimt immer wieder den sterbenden Schwan, kann sich dann aber auf dem Court plötzlich zusammenraffen. Die Amerikanerin ist offenbar stark erkältet.

Francois Mori
Die Schweizerin kann aber dennoch stolz sein auf ihre Leistungen am French Open.

Die Schweizerin kann aber dennoch stolz sein auf ihre Leistungen am French Open.

David Vincent

Es fehlte nicht viel, und der Höhenflug von Bacsinszky in Paris hätte eine Fortsetzung gefunden. Die Lausannerin führte im zweiten Satz mit einem Breakvorsprung 3:2 und schien zu diesem Zeitpunkt unaufhaltsam Richtung erster Grand-Slam-Final zu marschieren. Sie war bis dahin die bessere Spielerin gewesen. Mit guten Kontern und listigen Schlägen konnte sie die 19-fache Grand-Slam-Siegerin Serena Williams immer wieder überraschen.

Im ersten Satz gelang Bacsinszky das entscheidende Break zum 3:2. Bei eigenem Service agierte sie souverän, dem ersten Breakball sah sie sich erst im letzten Game des ersten Umgangs gegenüber. Sie wehrte ihn mit einem Rückhand-Winner ab. Auch im zweiten Satz war sie zunächst ungefährdet. Die Wende kam unerwartet. Kurz nachdem sie das zweite Break der Partie geschafft hatte.

Nummer 15 und 450'000 Euro

Serena Williams, die offenbar leicht Fieber hatte und sich jeweils beim Seitenwechsel theatralisch mit kühlen Tüchern erfrischte, schaffte nicht nur das unmittelbare Rebreak, sondern gewann zehn Games in Folge. Bacsinszky, die bis dahin im Verlauf des Turniers keine Nerven gezeigt hatte, leistete sich nun einige Fehler zu viel. Zwei misslungene Vorhand-Schläge brachten der immer stärker werdenden Favoritin im dritten Satz rasch ein Break. Danach war sie nicht mehr zu halten.

Für Bacsinszky war Roland Garros selbstredend trotz des verpassten Finals ein riesiger Erfolg. Sie wird am Montag die Nummer 15 der Welt und damit so gut klassiert sein wie noch nie in ihrer Karriere. Für den Halbfinal-Vorstoss erhält sie zudem einen Check von 450'000 Euro. Serena Williams spielt derweil am Samstag um ihren dritten French-Open-Titel gegen die Tschechin Lucie Safarova (WTA 13). Safarova setzte sich gegen die Serbin Ana Ivanovic (WTA 7) 7:5, 7:5 durch.

(si)

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