Abstimmung nächste Woche - Baden-Württemberg plant als Notfall Lockdown für Ungeimpfte
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Abstimmung nächste WocheBaden-Württemberg plant als Notfall Lockdown für Ungeimpfte

Ab 200 Intensivpatientinnen und -patienten drohen erste Kontaktbeschränkungen; ab 300 träte 2G in Kraft. Dann dürften Ungeimpfte auch kein Restaurant mehr besuchen.

von
Philippe Coradi
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Uwe Lahl plant in Baden-Württemberg für den Notfall. Ab einer bestimmten Belegung von Spitalbetten durch Corona-Patienten sollen für Ungeimpfte schärfere Massnahmen gelten. 

Uwe Lahl plant in Baden-Württemberg für den Notfall. Ab einer bestimmten Belegung von Spitalbetten durch Corona-Patienten sollen für Ungeimpfte schärfere Massnahmen gelten.

Ministerium für Verkehr BW
Zum Beispiel, dass sich nur Personen aus zwei Haushalten treffen dürfen.

Zum Beispiel, dass sich nur Personen aus zwei Haushalten treffen dürfen.

Bernd Weißbrod/dpa
Es werde für Ungeimpfte andere Regeln geben als für Geimpfte, sagte Baden-Württembergs CDU-Chef Thomas Strobl.

Es werde für Ungeimpfte andere Regeln geben als für Geimpfte, sagte Baden-Württembergs CDU-Chef Thomas Strobl.

Tom Weller/dpa

Darum gehts

  • Im süddeutschen Bundesland Baden-Württemberg könnte es bald dazu kommen, dass Ungeimpfte mit weiteren Massnahmen rechnen müssen.

  • Überschreitet die Zahl der Corona-Intensivpatientinnen und -patienten eine gewisse Schwelle, dürften sich im Privaten nur noch zwei Familien treffen.

  • Ab 300 Patientinnen und Patienten dürften dann Ungeimpfte – trotz negativem Test – nicht mehr ein Restaurant oder ein Konzert besuchen.

Sollten im Bundesland Baden-Württemberg mehr als 200 Spitalbetten mit Corona-Patientinnen und -Patienten belegt sein, könnte es zu Kontaktbeschränkungen für ungeimpfte Erwachsene kommen.

Diesen Plan hegt Uwe Lahl (70, Grüne), Amtschef im Sozialministerium Baden-Württemberg. Damit würde er zu Massnahmen greifen, die schon in früheren Lockdowns gegolten haben. Zum Beispiel, dass sich nur Personen aus zwei Haushalten treffen dürfen.

Der Plan des Politikers geht noch weiter. Ab 300 Corona-Intensivpatientinnen und -Intensivpatienten würde die 2G-Regel (geimpft oder genesen) gelten. Konkret dürften dann Ungeimpfte auch mit negativem Test keine Restaurants oder Konzerte mehr besuchen.

«Wenn es auf die Intensivstationen durchschlägt, muss man handeln. Es wäre falsch, dann alle in Mithaftung zu nehmen, auch die Geimpften – deshalb wird es für Ungeimpfte andere Regeln geben als für Geimpfte», sagt auch Baden-Württembergs CDU-Chef Thomas Strobl gegenüber der «Bild».

Laut der Zeitung werden in Baden-Württemberg aktuell rund 100 Corona-Intensivpatientinnen und Intensivpatienten behandelt. Der von Lahl genannte Grenzwert könnte laut Landesgesundheitsamt in einer Woche erreicht sein. Auf dem Höhepunkt der zweiten und dritten Welle wurden im Bundesland über 600 Corona-Intensivpatientinnen und -Intensivpatienten versorgt.

Über den Entwurf für eine neue Rechtsverordnung soll in der kommenden Woche abgestimmt werden.

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