Badener Amok: Hintergründe unklar
Aktualisiert

Badener Amok: Hintergründe unklar

Ein Mann hat gestern Abend im Hotel La Cappella in Baden mit einem Sturmgewehr um sich geschossen und dabei einen Mann getötet. Drei weitere Personen wurden verletzt. Der Täter konnte festgenommen werden. Für den späteren Nachmittag stellt die Polizei weitere Informationen in Aussicht.

Noch sind die Hintergründe über den Amoklauf im Badener Restaurant La Cappella unklar. Die Kantonspolizei Aargau gab auf Anfrage noch keine Details bekannt. Wie Sprecher Rudolf Woodtli sagte, stecke man mitten in den Ermittlungen. Mehr Informationen sollen jedoch am späteren Nachmittag an einer Pressekonferenz bekannt gegeben werden.

Wie eine Anwohnerin gegenüber 20minuten.ch sagte, liege das Restaurant in einem ruhigen Quartier. Die Holzofen-Pizzeria sei vor allem im Sommer mit seinem Gartenrestaurant ein gut besuchter Ort. Auch gestern Abend hätten sich zahlreiche Personen im Restaurant befunden, sagte die Anwohnerin.

Wahllos Opfer ausgesucht

Die Meldung über den Amoklauf sei um 21.46 bei der Einsatzzentrale eingegangen, sagte Rudolf Woodtli, Mediensprecher der Aargauer Kantonspolizei, heute auf Anfrage. Nach ersten Erkenntnissen habe der Täter seine Opfer wahllos ausgesucht.

Allenfalls habe es bei der Schiesserei einen vierten Verletzten gegeben, der sich selbst mit dem Auto in Spitalpflege begeben habe, sagte Woodtli.

Bei der Schiesserei wurde eine erwachsene Person getötet und drei weitere Personen verletzt. Bei den Verletzten handelt es sich um nochmals einen Erwachsenen und zwei Jugendliche.

Eine der Verletzten wurde mit der REGA ins Uni-Spital Zürich geflogen die beiden anderen mit den Ambulanzfahrzeugen in die umliegenden Spitäler gefahren.

Die Schiesserei fand vor dem Restaurant/Hotel De Cappella statt. Als Schusswaffe wurde eine Ordonnanzwaffe - das Sturmgewehr - eingesetzt.

Augenzeugin: «Auf dem Parkplatz brachen die Leute zusammen»

«Wir hörten mehrere Explosionen und dachten zerst, es handle sich um ein Feuerwerk», sagte eine Anwohnerin gegenüber 20minuten.ch. Die Frau sass gerade mit ihrer Mutter und deren Freund auf dem Balkon in unmittelbarer Nähe des Hotels La Cappella. Ihr Hund wurde durch die Schiesserei völlig aufgeschreckt und bellte wie wild um sich.

Ein Bild des Schreckens zeigte sich der Anwohnerin, als sie kurz nach der Schiesserei als eine der ersten vor das Restaurant trat. «Auf dem Parkplatz sah ich Leute zusammenbrechen. Wir haben dann schnell gemerkt, dass es sich um einen tragischen Vorfall handeln musste.» Kurz darauf seien Ambulanzen eingetroffen, ein Helikopter landete vor dem Hotel auf der Strasse und immer mehr Augenzeugen strömten an den Tatort.

Die Anwohnerin erklärte weiter, sie habe rund 15 Schüsse gehört. Laut der Aussage einer Zeugin in «Radio24» wurde ungefähr fünf Mal geschossen, ihre Schwester will bis zu elf Schuss gehört haben.

Fotograf Markus Heinzer gab an, dass laut Zeugenaussagen zuerst ein Einzelschuss abgegeben wurde und danach fünf bis sechs Schüsse in unmittelbarer Folge fielen. Er vermutet, dass der Täter sein Sturmgewehr 90 von Einzel- auf Seriefeuer umgestellt habe.

Die Hotelbesitzer wollten auf Anfrage von 20Minuten.ch zum Amoklauf keine Stellung beziehen.

Die Bruggerstrasse wurde erst heute morgen um 06.00 Uhr wieder für den Verkehr geöffnet.

(sda/pat/meg)

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