Aktualisiert 13.01.2014 23:04

RotstiftBänkli-Sanierung: Stadt setzt auf private Initiative

Wegen Sparmassnahmen: Anstelle der Stadtmitarbeiter könnten künftig Lehrlinge oder Gefangene die Luzerner Bänkli auf Vordermann bringen.

von
mme
Bänkli wie diese an der Seepromenade, können auch von Privaten unterhalten werden

Bänkli wie diese an der Seepromenade, können auch von Privaten unterhalten werden

Der Luzerner Stadtrat hält an der Sparmassnahme beim Unterhalt der 1'200 Sitzbänke in der Stadt fest: Die Kosten sollen ab 2015 von 120'000 auf 80'000 Franken pro Jahr sinken. Nun könnten auch Private in die Bresche springen, um Bänkli zu erhalten. Dies teilte die Stadt am Montag in einer Antwort auf einen Vorstoss mit.

Konkret habe Luzern Tourismus einen Beitrag von 25'000 Franken zugesagt. Ebenfalls sieht der Stadtrat die Möglichkeit, mit den Verbänden Luzernermaler und Luzerner Schreiner zusammenzuarbeiten. Diese hätten sich bereit gezeigt, einen Arbeitsbeitrag zu leisten. Gerold Michel, Präsident von Luzernermaler, bestätigt: «Wir könnten bei Renovationsmassnahmen Lernende aus der Region einsetzen. Sie könnten im Winter, wenn es weniger Arbeit gibt, Bänke sanieren.»

Stadtrat Borgula ist erfreut

Bei der Stadt haben sich auch Jobdach, Brändi und die Strafanstalt Wauwilermoos gemeldet. Diese wollen laut Stadt abklären, ob Arbeitsleistungen für Integrationsprojekte möglich sein könnten.

Wauwilermoos-Direktor Felix Föhn sagt: «Wir haben eine Schreinerei und eine Schlosserei, wo wir Gefangene ausbilden. Da suchen wir immer Aufträge.»

Stadtrat Adrian Borgula sagt: «Es ist erfreulich, dass sich Private und Firmen fürs öffentliche Wohl einsetzen. Aber selbstverständlich sind bei der Abgabe von Arbeiten an Private auch Grenzen gesetzt, namentlich wenn es um Kernaufgaben der Stadt geht.» Bänkli-Sponsoren und die Verwendung von Kurtaxen-Gelder will die Stadt nicht.

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