Bär aus Bayern geflüchtet
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Bär aus Bayern geflüchtet

Nachdem sich mehrere Jäger auf die Suche nach dem zum Abschuss freigegebenen Bären gemacht hatten, hat sich dieser ins sicherere Österreich abgesetzt.

«Wir glauben, dass er sich nicht mehr in Bayern aufhält», sagte der Sprecher des Landratsamts Garmisch-Partenkirchen, Wolfgang Olexiuk, der Nachrichtenagentur AP am Dienstag. «Wir haben die Suche inzwischen eingestellt.» Sieben Beamte des Forstamts Oberammergau hätten bis zum Dienstagnachmittag rund 1.000 Hektar des Staatsforstes oberhalb des Eibsees bei Grainau abgesucht. «Wir haben keine neuen Spuren gefunden.»

«Mit grosser Wahrscheinlichkeit ist der Bär nach Österreich zurückgekehrt», sagte der Sprecher. «Das bietet sich für den Bär an, von dort ist er gekommen. Vielleicht folgt er seinem Urinstinkt.» Auch der WWF habe seine Lebendfalle auf österreichischem Boden aufgestellt. «Man wartet jetzt, bis das Tier wieder aktiv wird, damit man weiss, wo es sich bewegt», sagte Olexiuk. Im Laufe des Dienstages seien jedoch keinerlei neue Schäden festgestellt worden, die dem Bären zuzuschreiben seien.

Insgesamt seien am Dienstag sieben Forstbeamte mit Hunden in dem grossen, teils unwegsamen Gebiet unterwegs gewesen, in dem sich der Bär am Wochenende bis mindestens Montagnachmittag aufgehalten hatte. «Sie hatten jedoch keine Gewehre dabei, sondern haben nur nach Spuren gesucht», sagte der Landratsamtssprecher. Andere Jäger hätten sich in dem Staatsforst vorerst nicht auf die Pirsch gelegt. (dapd)

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