Berner Fasnacht: Bär befreit – Fasnachts-Auftakt gelungen
Aktualisiert

Berner FasnachtBär befreit – Fasnachts-Auftakt gelungen

Mit der Bärenbefreiung hat am Donnerstagabend die Fasnacht begonnen. Nach 91 Tagen erwachte Meister Petz aus dem Winterschlaf und begrüsste einige hundert Fasnächtler.

Der Fasnachtsbär ist am Donnerstagabend aus dem Berner Käfigturm ausgebrochen.

Der Fasnachtsbär ist am Donnerstagabend aus dem Berner Käfigturm ausgebrochen.

Kein Anbieter/Pesche Reichen

Punkt 20.07 Uhr verliess der Fasnachtsbär sein Wintergemach, stieg auf die eigens hergerichtete Plattform vor dem Käfigturm und winkte ins Publikum. Dann tanzte er zu Playback-Sound aus den 80ern. Damals war die Berner Fasnacht wiederbelebt worden. Inzwischen hat sie ihre beste Zeit womöglich hinter sich.

Dafür gibt es Indizien wie der rückläufige Plakettenverkauf. Zudem gibt es immer weniger Berner Guggen, wie der «Bund» berichtete. In die Lücke springen vermehrt ausserkantonale Formationen, die gerne ein Gastspiel in der Bundesstadt absolvieren.

Polo Hofer und Angela Merkel sorgten für Lacher

Die unentwegten Fasnächtler bemühten sich am Donnerstag redlich, das Publikum in Stimmung zu bringen. Teddybären flogen ins Publikum, Gassenhauer wie «The Final Countdown» und «It's Raining Men» tönten im Original aus den Lautsprechern. In ihren Schnitzelbänken nahmen sie zudem etwa Polo Hofer, Sepp Blatter und Angela Merkel auf die Schippe. Das Wetter war den Berner Narren gewogen: Es war nicht allzu kalt, trocken und nahezu windstill.

Nach der Bärenbefreiung spielte sich das närrische Treiben vor allem in der unteren Altstadt ab, wo sich die Guggenmusiken lautstark bemerkbar machten. In mehreren Lokalen wurden Schnitzelbänke zum Besten gegeben.

Am Freitagnachmittag folgt der Kinderumzug, am Samstag der grosse Umzug mit anschliessendem Monsterkonzert auf dem Bundesplatz.

(SDA)

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