«Riesenhunger»: Bär M25 reisst neun Schafe in einer Nacht
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«Riesenhunger»Bär M25 reisst neun Schafe in einer Nacht

Jungbär M25 hat bei Vinadi GR mindestens neun Schafe gerissen. Erste Stimmen gegen das Tier werden laut.

von
gbr

Von einem «Desaster» spricht Georg Janett, Präsident der Schafzuchtgenossenschaft Tschlin in der Zeitung «Südostschweiz». Er war einer der Ersten, die am 15. Mai am Donnerstagmorgen bei Vinadi GR eintrafen, wo rund 300 Schafe im weitläufigen Gebiet weiden. Bis zum Abend wurden insgesamt neun gerissene Schafe gefunden.

«Der Bär muss einen Riesenhunger gehabt haben», sagt Schafhirte Jon Famos der Zeitung. Zwei der Tiere habe der Bär fast komplett aufgefressen. Der Schäfer: «Ich mache jeden Tag meine Runde, aber dieses Gebiet ist so weitläufig und wild, dass ein Überblick nicht möglich ist.» Der Schafhirte ist überzeugt, dass der Bär das Gebiet kaum schnell wieder verlassen wird: «Der hat keine Eile weiterzuziehen, wenn er sich hier so einfach sattfressen kann.»

Deswegen wird nun diskutiert, die Schafe an einen anderen Ort zu bringen –.eine Alternative stehe allerdings noch nicht zur Verfügung. Zuchtgenossenschaftspräsident Janett: «Wenn der Bär nicht verschwindet, müssen wir die Schafe von Vinadi wieder abziehen.»

«Dieser Bär muss gestoppt werden»

Erste Stimmen gegen M25 werden laut. Bauer Hans Graf, der vergangene Woche zwei Tiere an M25 verlor, sagt im «Blick»: «Dieser Bär muss gestoppt werden!»

Doch M25 hat viele Verteidiger. Das Tier gilt noch nicht als «Problembär», und die Petition «Lasst den Bären leben» von WWF Schweiz wird bereits von über 8500 Personen unterstützt. Auch im Tages-Kommentar der «Südostschweiz» heisst es unmissverständlich: «Sowohl die Schafhalter als auch die Behörden müssen sich Fragen gefallen lassen.» Schliesslich habe man seit Bär JJ3 im Jahr 2005 Zeit genug gehabt, sich darauf einzurichten, dass die bärenfreie Zeit vorbei sei. Deshalb sei nicht verständlich, warum nun nicht einmal genug Herdenschutzhunde zur Verfügung stünden: «Neun Jahre

Vorlaufzeit sollten genügen», so der Kommentar in der Zeitung.

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