Tierquälerei im Iran: «Sie jagten und schlugen ihn, bevor sie ihn mit einem Traktor überfuhren»

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Tierquälerei im Iran«Sie jagten und schlugen ihn, bevor sie ihn mit einem Traktor überfuhren»

Ein besonders grausamer Fall von Tierquälerei sorgt im Iran für Entsetzen. Ein Braunbär ist von Dorfbewohnern zu Tode gequält worden.

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Der Braunbär hat das Martyrium nicht überlebt.

Der Braunbär hat das Martyrium nicht überlebt.

Irna
Laut der Zeitung «Teheran Times» werden auch immer wieder Bären getötet, weil die Menschen ihrem Fleisch eine medizinische Wirkung zuschreiben. (Symbolbild)

Laut der Zeitung «Teheran Times» werden auch immer wieder Bären getötet, weil die Menschen ihrem Fleisch eine medizinische Wirkung zuschreiben. (Symbolbild)

Pixabay
Landbewohner töten Bären mit Waffen und Giftködern, wenn die Tiere auf der Suche nach Nahrung ihren Häusern zu nahe kommen.

Landbewohner töten Bären mit Waffen und Giftködern, wenn die Tiere auf der Suche nach Nahrung ihren Häusern zu nahe kommen.

Pixabay

Darum gehts

  • Im Iran ist ein Braunbär von Dorfbewohnern gefangen und zu Tode gequält worden.

  • Ein Foto zeigt den Bären, der mit einem Strick um den Hals an einen Bagger festgebunden ist und dessen Hinterbeine unter einem Traktor stecken.

  • Im Iran ist die Zahl der Braunbären Medienberichten zufolge vor allem durch Wilderei zurückgegangen.

Im Iran haben Dorfbewohner einen Braunbären totgeschlagen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna am Sonntag unter Berufung auf die Forstbehörde berichtete, hatten die Einwohnenden des Dorfs Namin im Nordwesten des Iran den Bären eingefangen und sich dabei «unangemessen» verhalten. «Sie jagten ihn und schlugen ihn, bevor sie ihn mit einem Traktor überfuhren, wobei sie ihm ein Bein und das Becken brachen und seine Wirbelsäule beschädigten.»

Ein von Irna verbreitetes Foto zeigt den Bären, der mit einem Strick um den Hals an einen Bagger festgebunden ist und dessen Hinterbeine unter dem Traktor stecken. Umweltschützer brachten das verletzte Raubtier noch in eine Klinik, wo es aber verendete.

Bestand der Braunbären geht kontinuierlich zurück

Im Iran ist die Zahl der Braunbären Medienberichten zufolge vor allem durch Wilderei zurückgegangen. Laut der Zeitung «Teheran Times» werden auch immer wieder Bären getötet, weil die Menschen ihrem Fleisch eine medizinische Wirkung zuschreiben. Landbewohner töten Bären mit Waffen und Giftködern, wenn die Tiere auf der Suche nach Nahrung ihren Häusern zu nahe kommen. 

Im Iran hatte am Sonntag auch ein Leopard Panik ausgelöst. Das Tier, ein vom Aussterben bedrohter Persischer Leopard, hatte in der nordiranischen Stadt Ghaemschahr einen Polizisten angegriffen und verletzt und war erschossen worden.

Du weisst von einem Tier in Not?

Hier findest du Hilfe:

Feuerwehr, Tel. 118 (Tierrettung)

Polizei, Tel. 117 (bei Wildtieren)

Tierrettungsdienst, Tel. 044 211 22 22 (bei Notfällen)

Schweizerische Tiermeldezentrale, wenn ein Tier entlaufen/zugelaufen ist

Stiftung für das Tier im Recht, für rechtliche Fragen

GTRD, Grosstier-Rettungsdienst, Tel.  079 700 70 70 (Notruf)

Schweizerische Vogelwarte Sempach, für Fragen zu Wildvögeln, Tel. 041 462 97 00


Tierquälerei:

Meldung beim kantonalen Veterinäramt oder beim Schweizer Tierschutz (anonym möglich)

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(AFP/job)

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