Bern: Bärengraben-Wegweiser löst streit aus
Aktualisiert

BernBärengraben-Wegweiser löst streit aus

Bärengraben oder Bärenpark? Berner Politiker fordern, dass Bushaltestelle und Wegweiser zugunsten des neuen Bärenparksumbenannt werden.

von
Fabienne Wittwer

Neun Monate nach Eröffnung des Bärenparks weisen die Wegweiser in der Innenstadt noch immer zum Bärengraben statt zum Bärenpark. Auch in den Bernmobil-Bussen wird noch die Haltestelle Bärengraben angekündigt.

«Das muss man unbedingt ändern», fordert SVP-Stadtrat Peter Bühler. Ein entsprechender Vorstoss sei in Vorbereitung. Parteikollege Simon Glauser stimmt ihm zu: «Es wäre unprofessionell, die Bezeichnung Bärengraben weiter zu verwenden», so der Stadtrat. Auch bei der Mobiliar, dem Hauptsponsor des Bärenparks, würde man Bärenpark-Wegweiser bevorzugen. «Eine Umbenennung ist jedoch Sache der Stadtbehörden», sagt CEO Urs Berger.

Bei Bernmobil denkt man zurzeit nicht daran, die Haltestelle Bärengraben umzutaufen: «Dies werden wir erst tun, wenn es der Gemeinderat fordert», sagt Rolf Meyer, Leiter Unternehmensstab. Stadtpräsitent Alexander Tschäppät sieht aber keinen Handlungsbedarf: «Bärengraben ist ein historischer Name, den man nicht einfach ändern sollte.» Eine Namensänderung müsste laut Philippe Hess von den Stadtbauten sowieso der Tierpark Dählhölzli beantragen. Dort konnte wegen Ferienabwesenheit von Tierparkdirektor Bernd Schildger niemand Stellung nehmen.

Arosa Tourismus setzt auf den bärigen Jöö-Effekt

Während in Bern über Wegweiser diskutiert wird, reiben sich die Touristiker in Arosa ob all der Aufmerksamkeit, die ihnen der allenfalls geplante Bärenpark einbringt, die Hände (20 Minuten berichtete). Diesen Hype um Urs und Berna nützt Arosa Tourismus voll aus und hat nun gemeinsam mit der «Urs und Berna»-Facebook-Gruppe einen Wettbewerb lanciert. Wer vier Fragen zu Arosa und den Bären richtig beantwortet, kann All-inclusive-Tageskarten von Arosa gewinnen.

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