Aktualisiert 05.03.2008 11:18

Bärennachwuchs im Tierpark Goldau

Die 12-jährige Bärenmama Maria hat Nachwuchs bekommen. Zwei kleine Syrische Braunbären haben am 26. Januar das Licht der Welt erblickt.

von
Tina Fassbind

Die kleinen Bären sind noch wacklig auf den Beinen, fühlen sich aber sichtlich wohl in ihrer Wurfbox. Am 26. Januar 2008 hat die 12-jährige Syrische Braunbärin Maria drei Junge auf die Welt gebracht. Eines davon, das Weibchen, starb kurz nach der Geburt. Den beiden Bärenjungs geht es jedoch prächtig.

Schon länger verhielt sich die Bärenmama ungewöhnlich, zog sich zurück und baute ein Nest. «Aber wir waren nicht sicher, ob Maria wirklich trächtig ist», sagt Felix Weber, Direktor des Natur- und Tierparks Goldau. «Bei Bären gibt es oft Scheinschwangerschaften. Und weil Bären bei der Geburt nur so gross sind wie Meerschweinchen, sieht man einer Bärin eine Schwangerschaft in der Regel nicht an.»

«Bären ähneln uns Menschen»

Felix Weber freut sich sehr über die jungen Bären. «In mancherlei Hinsicht ähneln die Bären uns Menschen. In den ersten Wochen besteht ihr Leben nur aus Schlafen, Fressen und ein wenig Spielen, sie müssen ja auch gewaltig zunehmen, schliesslich wiegen sie bei der Geburt nur etwa 400 Gramm.» Wenn die kleinen Bären dann von der Mutter zum ersten Mal aus der Höhle getragen würden und sich gegen das Baden wehren oder mit einem Geschwister spielten, «erinnert uns das vielleicht auch ein wenig an unsere eigene Kindheit».

Bevor es soweit ist, müssen sich die Tierparkbesucher allerdings noch etwas gedulden. Voraussichtlich Ende März oder Anfang April werden die kleinen Bären ihre Wurfbox erstmals verlassen und ab Ende April in der Anlage zu sehen sein. Dem Publikum bleiben sie bis dahin aber nicht gänzlich verborgen: Eine Infrarotkamera überträgt Live-Bilder aus der Bärenhöhle ins Besucherzentrum des Natur- und Tierparks.

Nur ein Bär darf bleiben

Etwa zwei Jahre lang werden die Jungbären bei der Mutter bleiben. Da in einer Bärenfamilie nur Platz für ein erwachsenes Männchen bleibt, wird man einen der Jungbären fremdplatzieren. Felix Weber ist überzeugt, für ihn in Frankreich, Spanien oder in Ungarn einen guten Platz zu finden «denn dort gibt es ebenfalls Zoos, die sich um den Syrischen Braunbären kümmern».

Die beiden Bären haben noch keinen Namen. Wer bei der mithelfen will, kann seine Vorschläge auf der Homepage des Tierparks Goldau oder direkt vor Ort abgeben. Die Vorschläge können vom 5. März bis am 26. Mai 2008 eingereicht werden.

Die beiden Bären haben noch keinen Namen. Wer bei der mithelfen will, kann seine Vorschläge auf der Homepage des Tierparks Goldau oder direkt vor Ort abgeben. Die Vorschläge können vom 5. März bis am 26. Mai 2008 eingereicht werden.

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