Openair in Interlaken: Bässe, Beats und böse Buben am Greenfield
Aktualisiert

Openair in InterlakenBässe, Beats und böse Buben am Greenfield

Mit Social Distortion, Volbeat und Bullet for my Valentine donnerten am Samstag am Greenfield Openair harte Bässe über den Flugplatz. Den Festivalbesuchern gefiels, sie rockten bis zum fulminanten Ende mit.

von
isa/ Michèle Ammann (tillate)

Die Jungs von Che Sudaka erhellten am Samstagnachmittag die Gemüter, als ob die Sonne scheinen würde und reizten die Menge, wie fröhliche Roma zu tanzen.

Headbangen bis zum Umfallen

Andere Gefühle evozierten danach The Ocean auf der Clubstage. Diese Band überzeugte. Auf der einen Seite lieferte sie aggressiven, diabolisch angehauchten Metal samt Headbangorgien, auf der anderen melancholische Elemente der Klassik mit engelsgleichem Gesang.

Wo ist der Regenbogen?

Deutlich mehr Schalk boten The Dreadnoughts, die wie Landeier daherkamen. Sie beschworen das Cockface herauf, welches sich kurz darauf im Bademantel, Shorts und Wrestlingmaske auf der Bühne blicken liess. Mit ihrem irisch-skaigem Punk heizten sie dem hüpfenden Publikum ein und wurden gegen Ende ihres Auftritts etwas gar sadomasochistisch mit ihren Instrumenten. Sie sangen noch «Somewhere over the Rainbow» mit dem Publikum, bevor es am Ende so richtig wild wurde.

Die Band Sublibe with Rome wirkten erst etwas glatt. Im Allgemeinen recht chillig und rockig, mit Punk- und Raggaelementen. Das Publikum mochte die drei Typen mit ihren Boyband-Qualitäten und sang inbrünstig mit.

Nachts ist der Teufel los

Kurz vor der Dämmerung packten dann die Musiker von Bullet for my Valentine ihre Gitarren aus und liessen die Masse rocken. Ein Meer von Händen mit «Teufelszeichen» bewegte sich zu ihren Hits. Ihr Sound ging dermassen ab, dass sogar die Übertragungskameras anfingen zu zittern.

In der Dunkelheit war dann Social Disortion an der Reihe. Die Herren spielten sehr sauber. Neckten ab und an ihr Publikum und entlockten der Masse spätestens beim Lied: «Take me with you» ein YES!

Fulminantes Finale mit Volbeat

Beim finalen Konzert des Abends versammelten sich die Festivalgänger noch einmal geschlossen vor der Hauptbühne. Volbeat stellte ihr Können unter Beweis. Zwar war der Frontmann nicht der beste Sänger, doch das Gesamtpaket stimmte definitiv. Zusammen mit dem Publikum stimmten sie spontan eine kleine Hommage an Johnny Cash an, bevor sie rockig und punkig das Festival unter tosendem Applaus zu Ende brachten.

Lesen Sie hier, wie der Freitag am Greenfield war.

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