Empfehlung abgeändert – BAG empfiehlt unter 30-Jährigen neu nur noch den Biontech-Impfstoff
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Empfehlung abgeändertBAG empfiehlt unter 30-Jährigen neu nur noch den Biontech-Impfstoff

Fast unbemerkt hat das BAG am Freitag die Impfempfehlung angepasst. Unter 30-Jährigen wird der Biontech-Impfstoff empfohlen – auch zum Boostern. Grund sind sehr seltene Herzmuskelentzündungen.

von
Christina Pirskanen
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Vorzugsweise solle unter 30-Jährigen der Comirnaty-Impfstoff von Pfizer verimpft werden. Diese Empfehlung gaben das Bundesamt für Gesundheit (BAG) und die Eidgenössische Kommission für Impffragen (EKIF) am vergangenen Freitag ab.

Vorzugsweise solle unter 30-Jährigen der Comirnaty-Impfstoff von Pfizer verimpft werden. Diese Empfehlung gaben das Bundesamt für Gesundheit (BAG) und die Eidgenössische Kommission für Impffragen (EKIF) am vergangenen Freitag ab.

Urs Jaudas
Die Änderung der Impfempfehlung erfolgte aufgrund neuer Sicherheitsdaten aus internationalen Analysen zu Meldungen über Herzmuskelentzündungen, wie das BAG schreibt. Auch andere Länder wie Schweden, Finnland oder Dänemark haben die Moderna-Impfung bei jungen Leuten ausgesetzt.

Die Änderung der Impfempfehlung erfolgte aufgrund neuer Sicherheitsdaten aus internationalen Analysen zu Meldungen über Herzmuskelentzündungen, wie das BAG schreibt. Auch andere Länder wie Schweden, Finnland oder Dänemark haben die Moderna-Impfung bei jungen Leuten ausgesetzt.

20min/Celia Nogler

Darum gehts

  • Personen unter 30 empfehlen das BAG und die EKIF die Impfung mit dem Pfizer-Impfstoff.

  • Grund dafür sind sehr seltene Herzmuskelerkrankungen, welche bei den mRNA-Impfungen entstehen können.

  • BAG und EKIF betonen, dass der Nutzen einer Covid-19-Impfung für unter 30-Jährige nach wie vor deutlich höher sei, als die Risiken.

Unter 30-Jährige sollen sich vorzugsweise nur noch mit dem Comirnaty-Impfstoff von Pfizer und Biontech impfen lassen. Diese Empfehlung gaben das Bundesamt für Gesundheit (BAG) und die Eidgenössische Kommission für Impffragen (EKIF) am vergangenen Freitag ab. Die Änderung der Impfempfehlung erfolgte aufgrund neuer Sicherheitsdaten aus internationalen Analysen zu Meldungen über Herzmuskelentzündungen, wie das BAG schreibt. Somit sollte das Vakzin des US-Herstellers Moderna vorzugsweise nicht mehr an unter 30-Jährige verimpft werden.

Die Schweiz ist nicht das erste Land, welches auf die Meldeanalysen reagiert: Schon vor rund zwei Monaten setzten Schweden und Finnland die Moderna-Impfung für Personen unter 30 Jahren aus. Dänemark wählte einen etwas weniger drastischen Weg – und lässt den Impfstoff von Moderna erst ab einem Alter von 18 Jahren zu. Auch andere europäische Länder wie Deutschland und Frankreich haben gemäss BAG ähnliche Empfehlungen abgegeben.

In der angepassten Empfehlung hält das BAG fest, dass der Nutzen einer Covid-19-Impfung auch vor dem Hintergrund der sehr selten auftretenden Herzmuskelentzündungen «signifikant grösser ist» als die Risiken. Sollte bei einer Person unter 30 Jahren schon eine erste Impfung mit dem Spikevax von Moderna erfolgt sein, könne man die zweite mit einer Dosis des mRNA-Impfstoffs von Pfizer vervollständigen, so das BAG und die EKIF. Auf Anfrage bestätigt das BAG, dass auch für Boosterimpfungen allen unter 30 der Impfstoff von Biontech/Pfizer empfohlen wird.

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