CoronavirusBAG meldet 1095 Neuinfektionen bei 27'633 Tests

Alle News zu Covid-19 in der Schweiz im Ticker.

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20. September
20. September

Die Schweiz setzt bislang nur auf ein einziges Corona-Impfstoffprojekt - und liegt damit im Wettrennen der reichen Staaten auf dem letzten Platz.

KEYSTONE
18. September
18. September

Das Pharmaunternehmen Roche berichtet über Fortschritte bei einem Corona-Medikament.

REUTERS
Der Kanton Waadt lockert seine Quarantäne-Regeln.

Der Kanton Waadt lockert seine Quarantäne-Regeln.

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  • In der Schweiz gibt es aktuell 50'378 laborbestätigte Corona-Infektionen. (Stand 21. September 2020)

  • Es gibt 1770 Todesfälle (Stand 21. September 2020)

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Montag, 21.9.2020

BAG-Zahlen

Das BAG meldet für die Schweiz und Liechtenstein in den letzten 72 Stunden 1095 laborbestätigte Ansteckungen mit dem Coronavirus. Getestet wurden 27'633 Personen. 27 wurden ins Spital eingeliefert. Das entspricht einer Positivität von 4 Prozent. 5 Personen sind am Virus gestorben.

Sonntag, 20.9.2020

«Kosten einer Durchseuchung sind zu hoch»

Martin Ackermann, Professor für Mikrobiologie an der ETH Zürich und Leiter der Covid-Task-Force des Bundes, hält weiterhin an der eingeschlagenen Strategie zur Bekämpfung des Coronavirus fest. «Ja, zu dieser Strategie gibt es zurzeit – das ist meine Sicht – keine Alternative», sagte er gegenüber der «NZZ am Sonntag».

Diese Vorgehensweise greife nur punktuell in das Leben der Bevölkerung und in die Wirtschaft ein. «Deshalb ist sie einfacher und billiger und weniger einschneidend als die flächendeckenden Massnahmen, die bei hohen Fallzahlen nötig wären», hiess es weiter.

Auch von einer Durchseuchung hält Ackermann wenig. «Die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Kosten einer Durchseuchung sind viel zu hoch», erklärte er. Die Strategie der Schweiz zur Bekämpfung von Corona beruhe auf Hygiene- und Abstandsregeln, auf Masken, auf Tests und Verfolgung von Kontaktpersonen sowie auf Isolationen und Quarantänen. Damit könne das Land eine zweite Welle abwenden, gab sich Ackermann zuversichtlich. (SDA)

Schweiz droht bei Corona-Impfstoff leer auszugehen

Beim Wettrennen der reichen Staaten um einen Impfstoff gegen Covid-19 liegt die Schweiz auf dem letzten Platz. Das schreibt die «SonntagsZeitung». Die Schweiz setzt bislang nur auf ein einziges Impfstoffprojekt – jenes des US-Biotechunternehmens Moderna –, von dem sie sich 4,5 Millionen Dosen gesichert hat.

Ganz anders sieht es in den Nachbarländern aus. Die Europäische Union hat sich für ihre Mitgliedsländer bereits 300 Millionen Impfstoffdosen gesichert, einzelne EU-Staaten wie Deutschland haben zugleich nationale Vorbestellungen bei verschiedenen Impfstoff-Projekten getroffen.

«Die Schweiz wirkt ziemlich passiv, und man hat den Eindruck, die Verantwortlichen möchten zuerst mal schauen, welche Impfstoffe Erfolg haben, bevor sie bestellen, was eine recht riskante Politik ist», kritisiert Thomas Cueni. Der Basler ist Direktor der internationalen Vereinigung der forschenden Pharmaunternehmen mit Sitz in Genf. «Das Abwarten könnte zur Folge haben, dass die Schweiz sich im nächsten Jahr wird gedulden müssen, an einen Corona-Impfstoff zu kommen, denn die Kapazitäten sind beschränkt», warnt Cueni.

Freitag, 18.9.2020

BAG-Zahlen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag 488 Coronavirus-Ansteckungen innerhalb eines Tages gemeldet worden. Zudem wurden drei neue Todesfälle sowie 15 weiter Hospitalisationen bekannt.

Am Donnerstag hatte das BAG noch 530 Fälle registriert, am Mittwoch waren es 514 Fälle, am Dienstag 315, am Montag 257 und am Sonntag 475 Fälle gewesen.

Insgesamt gab es seit Beginn der Pandemie 49'283 laborbestätigte Fälle, wie das BAG am Freitag mitteilte. Im Vergleich zum Vortag kam es zu 15 weiteren Spital-Einweisungen. Damit mussten seit Anfang der Pandemie 4742 Personen wegen einer Covid-19-Erkrankung im Spital behandelt werden. Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung stieg um drei auf 1765.

In der Schweiz und in Liechtenstein wurden bisher 1'251'614 Tests auf Sars-CoV-2, den Erreger der Atemwegserkrankung Covid-19, durchgeführt. Innerhalb eines Tages wurden dem BAG 13'993 neue Tests gemeldet. Bei 4,6 Prozent aller Tests fiel das Resultat über die vergangenen Monate gesehen positiv aus. Für die letzten sieben Tage betrug die Positivitätsrate 4,0 Prozent.

Aufgrund der Kontakt-Rückverfolgung steckten am Freitag nach Angaben des BAG 2048 Personen in Isolation und 5598 Menschen standen unter Quarantäne. Zusätzlich sassen 7571 Heimkehrerinnen und Heimkehrer aus Risikoländern in Quarantäne. (sda)

Häftling in Waadtländer Gefängnis infiziert

Im Waadtländer Gefängnis Bochuz in Orbe ist ein Insasse am Donnerstag positiv auf das Coronvirus getestet worden. Die Person wurde bereits am Mittwoch beim Auftreten der ersten Symptome isoliert.

Derzeit laufen Untersuchungen, um die wahrscheinliche Infektionsquelle zu ermitteln, wie die Strafvollzugsbehörde des Kantons Waadt am Freitag mitteilte. Das gesamte Strafvollzugspersonal und alle Gefängnisinsassen wurden informiert. Sie wurden aufgefordert, besonders wachsam bezüglich der spezifischen Corona-Symptome zu sein.

Auf nicht unbedingt notwendige Besuche von externen Akteuren (Ausbildungskurse, nicht dringende kriminologische Gutachten usw.) verzichtet die Strafanstalt bis auf weiteres. Visiten von Anwälten und psychiatrischen Experten sind weiterhin gestattet. Die ordentlichen Besuche sind weiter möglich, allerdings trennt eine Plexiglaswand die Personen. Hingegen sind Familien- und Intimbesuche untersagt.

Das Hochsicherheitsgefängnis Bochuz befindet sich einem von drei Gebäuden der Strafanstalt der in der Orbe-Ebene mit insgesamt 330 Plätzen.

Phase 3 überstanden

Roche kommt auf der Suche nach einem Corona-Medikament voran. Das bereits zugelassene Mittel Actemra/RoActemra (Tocilizumab) habe in der Phase-III-Studie EMPACTA die angestrebte Wirkung bei Patienten mit coronabedingter Lungenentzündung erreicht.

Die Patienten, die Actemra/RoActemra und eine Standardbehandlung erhielten, hatten im Vergleich zu Patienten, die Placebo und die gleiche Behandlung erhielten, eine um 44 Prozent geringere Wahrscheinlichkeit, an die Beatmungsmaschine angeschlossen werden zu müssen oder zu sterben. Dies gab der Basler Pharmariese am Freitag bekannt.

Antikörpertest angekündigt

Zudem werde Roche einen Antikörpertest lancieren, mit dem Personen identifiziert werden können, die mit dem Coronavirus angesteckt waren und selbst bereits Antikörper entwickelt haben. Der Test könne eine wichtige Rolle bei der Charakterisierung einer impfstoffinduzierten Immunreaktion spielen, teilte Roche weiter mit.

Immerhin ziele die Mehrzahl der derzeitigen Impfstoffkandidaten darauf ab, eine Antikörperreaktion gegen das Spike-Protein auf dem Coronavirus auszulösen.

Der Test werde in Ländern eingeführt, welche die CE-Kennzeichnung der EU akzeptieren. Bei der US-Gesundheitsbehörde FDA habe man eine Notfallzulassung (EUA) beantragt, hiess es

Donnerstag, 17.9.2020

Kanton Waadt lockert Quarantäne-Regeln

Der Kanton Waadt ändert seine Richtlinien im Umgang mit der Quarantäne beim Corona-Virus. Neu muss nur noch in Quarantäne, wer am Corona-Virus erkrankt ist, mit einer erkrankten Person unter dem gleichen Dach lebt oder mit ihr eine Beziehung führt. Das berichtet das Westschweizer Fernsehen RTS.

Die Regelung gilt schon seit einer Woche. Mit allen anderen Personen, die im engen Kontakt mit einem Infizierten oder einer Infizierten standen – das heisst den Sicherheitsabstand von 1,50 Metern nicht einhalten konnten und länger als 15 Minuten mit der betreffenden Person in Kontakt standen – wird neu individuell entschieden, ob jemand in Quarantäne muss oder nicht.

Der Kanton Waadt habe sich demnach zu diesem Schritt entschieden, weil man feststellte, dass vor allem Menschen im gleichen Haushalt angesteckt wurden bisher. Auch die hohen Fallzahlen spielen eine Rolle: Es sei nicht mehr möglich, die Kontakte jedes Infizierten aufzuspüren. Zwar arbeiten 50 Personen sieben Tage die Woche beim Contact Tracing, das seien aber immer noch zu wenig, sagt Kantonsarzt Karim Boubaker dem RTS: «Von Anfang an war es schwierig, Leute für diese Arbeit zu rekrutieren», sagt er.

Zudem will der Kanton Waadt seine Unternehmen und damit die Wirtschaft nicht unnötig schwächen. Denn gegenwärtig befinden sich im ganzen Kanton bereits 2000 Personen in Quarantäne. Das beeinträchtige die Wirtschaft. Der Kanton Waadt hat – gerechnet auf die Bevölkerung – derzeit am meisten Corona-Fälle schweizweit zu vermelden.

Schweiz auf Risikoliste von Dänemark

Den Dänen wird von nun an auch von Reisen in die Schweiz, nach Österreich sowie nach Portugal, Ungarn und in die Niederlande abgeraten. Grund dafür sind die in den fünf Ländern gestiegenen Corona-Infektionszahlen, wie das dänische Aussenministerium am Donnerstag mitteilte.

Damit empfiehlt es seinen Bürgern mittlerweile, von nicht notwendigen Reisen in eine ganze Reihe von Ländern des Schengenraums abzusehen. Das liegt zum einen an den Fallzahlen des jeweiligen Staates, zum anderen auch an den dortigen Einreisebeschränkungen.

Dänemark aktualisiert seine Reiserichtlinien jeden Donnerstag. Von nicht notwendigen Reisen raten die dänischen Behörden ab, wenn es in dem jeweiligen Land mehr als 30 wöchentliche Corona-Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner gegeben hat. Damit die Massnahme rückgängig gemacht wird, muss dieser Wert auf unter 20 fallen. Wenn man aus einem der betroffenen Länder nach Dänemark zurückkehrt, wird man aufgefordert, für 14 Tage zu Hause zu bleiben. Ins Land gelassen wird nur, wer dafür einen triftigen Einreisegrund hat.

Dänemark hatte im März zu Beginn der Coronakrise strikte Massnahmen ergriffen und die Ausbreitung des Coronavirus damit vergleichsweise schnell unter Kontrolle bekommen. Seit einiger Zeit mehrt sich die Zahl der Neuinfektionen wieder, zuletzt stiegen die Werte vor allem in der Region um die Hauptstadt Kopenhagen. (SDA)

Keine Zahlen am Wochenende

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) publiziert die neuen Coronavirus-Ansteckungen künftig nur noch an den Wochentagen. Die Zahlen von Samstag und Sonntag werden neu jeweils am Montag vermeldet. Das gab Virginie Masserey, Leiterin der Sektion Infektionskontrolle beim BAG, am Donnerstag bekannt.

Die Fallzahlen und die Zahl der Todesfälle stiegen kontinuierlich an, ebenso die Zahl der Spital-Einweisungen, sagte Masserey an einer Medienkonferenz in Bern. Das Niveau der Hospitalisationen bleibe aber auf einem absolut akzeptablen Niveau.

Eine Überlastung der Spitäler zu verhindern, bleibe das Hauptziel. Es gelte die Kontakte zu limitieren, ohne aber dabei die Wirtschaft lahmzulegen. Contact Tracing bleibe das beste Mittel. Die Kantone seien hier zum Teil am Limit, würden aber derzeit die Kapazitäten hochfahren. (SDA)

BAG-Zahlen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch 530 Coronavirus-Ansteckungen innerhalb eines Tages gemeldet worden. Es gab sieben neue Todesfälle und 18 Personen mussten ins Spital eingewiesen werden. Insgesamt wurden 15'763 Tests durchgeführt, was einer Positivitätsrate von 3,4 Prozent entspricht.

Belgien setzt Waadt auf Reiseverbots-Liste

Der Kanton Waadt steht neu auf der Reiseverbots-Liste von Belgien. So ist es belgischen Touristen untersagt nach Waadt zu reisen, wie es laut Aussenministerium heisst. Die Regelung gilt ab Freitag, 16 Uhr. Wer danach einreist, muss sich in Quarantäne begeben und sich einem Test unterziehen.

Aargau, Basel-Stadt, Bern, Genf, Jura, Neuenburg, Schwyz, Solothurn, Wallis, Zug und Zürich stehen bereits auf der orangen Liste Belgiens. Hierbei gilt zwar kein Reiseverbot, aber ein Corona-Test bei der Rückkehr werde von der belgischen Regierung empfohlen.

Maske statt Quarantäne?

Das Departement von Alain Berset prüft zurzeit mehrere Möglichkeiten, um die Quarantänepflicht zu lockern. Wie der «Tages-Anzeiger» schreibt, sei das Ziel, abzuklären, ob durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse die geltenden Bestimmungen aufgeweicht werden können. Die Quarantäne-Zeit beträgt im Moment in der Schweiz zehn Tage.

Unter anderem soll geprüft werden, ob die Quarantäne für nahe Kontakte von Infizierten durch eine Maskenpflicht ersetzt werden könnte. Diese Kontakte müssten dann nicht mehr zu Hause bleiben, würden aber dazu gezwungen, immer eine Maske zu tragen.

Elisabeth Baume-Schneider

Die jurassische Ständerätin Elisabeth Baume-Schneider (SP) ist in Quarantäne. Ihr Sohn wurde positiv auf das Virus getestet, wie Ratspräsident Hans Stöckli (SP/BE) am Donnerstag im Ständerat bekannt gab.

Baume-Schneider und auch ihre Familie, die ebenfalls in Quarantäne sei, sei wohlauf, sagte Stöckli. Er hoffe, die Ratskollegin könne am kommenden Mittwoch nach Bern zurückkehren. Baume-Schneider ist 56-jährig und seit Ende 2019 Ständerätin.

Mittwoch, 16.9.2020

Deutschland setzt Freiburg auf Risikoliste

Deutschland hat wegen der gestiegenen Zahl der Coronavirus-Neuansteckungen eine Reisewarnung auch für den Kanton Freiburg ausgesprochen. Belgien nahm den Kanton Waadt neu auf seine rote Liste auf.

Freiburg gilt in Deutschland jetzt offiziell als Corona-Risikogebiet, wie aus der am Mittwochabend aktualisierten Liste des deutschen Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Deutschland warnt vor der Reise in mehrere Regionen, darunter neu auch in die österreichische Hauptstadt Wien.

Bereits letzte Woche setzte Deutschland die Waadt und Genf auf seine Risikoliste. Diese wird vom deutschen Auswärtigen Amt in Zusammenarbeit mit dem Robert Koch Institut erstellt und veröffentlicht.

Daneben setzen die belgischen Behörden den Kanton Waadt ab Freitag auf die rote Liste. Wer aus dieser Region zurückkehrt, muss sich einem Screening-Test unterziehen und in Quarantäne, teilte das belgische Aussenministerium ebenfalls am Mittwoch mit.

Weiter führt Belgien elf Kantone auf seiner sogenannten orangen Liste: Wallis, Jura, Genf, Bern, Neuenburg, Aargau, Solothurn, Basel-Stadt, Zürich, Schwyz und Zug. Reisenden wird empfohlen, besonders wachsam zu sein und bei der Rückkehr eine Quarantäne einzuhalten oder sich einem Coronavirus-Test zu unterziehen.

BAG-Zahlen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch 514 Coronavirus-Ansteckungen innerhalb eines Tages gemeldet worden. Es gab sieben neue Todesfälle und 18 Personen mussten ins Spital eingewiesen werden. Insgesamt wurden 17'861 Tests durchgeführt, was einer Positivitätsrate von 2,9 Prozent entspricht.

Dienstag, 15.9.2020

Schule Wetzikon

In einem Kindergarten in der Zürcher Gemeinde Wetzikon ist eine Lehrerin am Dienstag positiv auf das Coronavirus getestet worden. Für die Kinder der betroffenen Klasse sowie weitere Lehrer wurde per sofort eine zehntägige Quarantäne angeordnet.

Betroffen ist der Kindergarten Widum der Schule Guldisloo, wie die Schule Wetzikon mitteilte. Die Quarantäne gilt demnach für die Kindergärtnerin, mehrere Lehrpersonen, die in Kontakt mit der Frau waren, sowie die gesamte Kindergartenklasse.

Die Kindergärtnerin habe am Freitag erste Krankheitssymptome verspürt, darauf habe sie mit ihrem Hausarzt Kontakt aufgenommen, hiess es weiter. Ein Covid-19-Test habe am Dienstag einen positiven Befund ergeben. Der Frau gehe es soweit gut. Sie stehe in Kontakt mit den Eltern und Kindern ihrer Klasse.

BAG-Zahlen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag 315 neue Coronavirus-Ansteckungen innerhalb eines Tages gemeldet worden. Am Montag waren es 257, am Sonntag 475, am Samstag 465. Es gab 18 Spital-Einweisungen und einen Todesfall.

Insgesamt wurden in der Schweiz und in Liechtenstein bisher 1'203'997 Tests auf Sars-CoV-2, den Erreger der Atemwegserkrankung Covid-19, durchgeführt. Davon waren nach Angaben des BAG 4,7 Prozent positiv. Für die vergangenen sieben Tage betrug die Positivitätsrate 3,8 Prozent.

Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung stieg um eines auf 1748. Seit Anfang der Pandemie mussten 4691 Personen wegen einer Covid-19-Erkrankung im Spital behandelt werden.

Insgesamt gab es seit Beginn der Pandemie 47'751 laborbestätigte Fälle. Aufgrund der Kontakt-Rückverfolgung befanden sich am Dienstag nach Angaben des BAG 1926 Personen in Isolation und 5491 Menschen standen unter Quarantäne. Zusätzlich sassen 5353 Heimkehrerinnen und Heimkehrer aus Risikoländern in Quarantäne.

Corona-Fall an Oberstufe Sins

Die Aargauer Kantonsärztin Yvonne Hummel hat für die Oberstufe in Sins eine dreiwöchige Maskenpflicht angeordnet. Diese gilt laut dem Kanton für alle Personen auf dem Areal der Schule und ist eine Reaktion auf einen lokalen Ausbruch des Coronavirus.

Im Zusammenhang mit einem Schullager der zweiten Oberstufe der Schule Sins seien bisher 28 Personen positiv getestet worden, teilten die Departemente Gesundheit und Soziales sowie Bildung, Kultur und Sport am Dienstag mit. Die infizierten Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 16 Jahren befänden sich zu Hause in Isolation. Sie hätten nur leichte Symptome.

Über 130 Schülerinnen und Schüler, mehr als zehn Lehrpersonen und über 60 ausserschulische Kontaktpersonen mussten in Quarantäne, weil sie engen Kontakt zu den Infizierten hatten. Die meisten Ansteckungen lassen sich nach Angaben des Kantons auf das Schullager zurückführen. Aber auch das Schulgelände komme als wahrscheinlicher Ansteckungsort infrage.

Daher ordnete Hummel die Maskenpflicht ab Dienstag bis am Sonntag, 4. Oktober an. Sie gilt für alle Personen, die sich auf dem Schulareal aufhalten. Damit sollen weitere Infektionen verhindert werden.

Montag, 14.9.2020

BAG-Zahlen

Das BAG meldet für die Schweiz und Liechtenstein 257 laborbestätigte Ansteckungen mit dem Coronavirus in den letzten 24 Stunden. Es gab 8 Hospitalisierungen. Getestet wurden 6536 Personen. Das entspricht einer Positivität von etwa 3,9 Prozent. Keine Personen sind am Virus gestorben.

Keine Quarantäne bei negativem Test?

Der Zürcher Kantonsrat hat ein Postulat der FDP für dringlich erklärt, welches Einreisende aus Risikoländern, die einen negativen Coronatest vorweisen können, von der Quarantänepflicht befreien will. Davon profitieren soll unter anderem die Tourismusbranche. Gegner des Vorstosses sprachen von unnötigem Aktivismus und Klientelpolitik.