Stichproben gegen Impfdurchbrüche - BAG will geimpfte Soldaten und Senioren regelmässig testen
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Stichproben gegen ImpfdurchbrücheBAG will geimpfte Soldaten und Senioren regelmässig testen

Trotz vollständigem Impfschutz kann es dazu kommen, dass sich Menschen mit Corona infizieren. Mit repräsentativen Stichproben will das BAG den Überblick behalten.

von
Philippe Coradi
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Angehörige der Armee sollen beim Einrücken auf Corona getestet werden. 

Angehörige der Armee sollen beim Einrücken auf Corona getestet werden.

20min/Simon Glauser
Auch Personen über 70 und chronisch erkrankte Personen sollen mit Tests Daten für das BAG liefern. 

Auch Personen über 70 und chronisch erkrankte Personen sollen mit Tests Daten für das BAG liefern.

Adrian Moser
Es sei wichtig, Ausbrüche über Schulen schnell zu erkennen und damit eine Ausbreitung aufzuhalten.

Es sei wichtig, Ausbrüche über Schulen schnell zu erkennen und damit eine Ausbreitung aufzuhalten.

20min/Simon Glauser

Darum gehts

  • Das BAG will die Dunkelziffer bei Impfdurchbrüchen minimieren.

  • Dafür hat das Bundesamt eine Strategie entwickelt. Es will repräsentative Stichproben bei Armeeangehörigen und Senioren durchführen.

  • Auch das regelmässige Testen an Schulen helfe, Ausbrüche schnell zu erkennen.

Vollständig geimpft und trotzdem mit Corona infiziert: Zu sogenannten Impfdurchbrüchen kann es kommen. Zahlen des BAG zeigen: Seit Beginn der Impfkampagne bis zum 22. Juli kam es in der Schweiz zu 300 Impfdurchbrüchen, also Infektionen, die mehr als 14 Tage nach der zweiten Impfung stattgefunden haben.

Laut BAG-Mediensprecher Daniel Dauwalder kommt aber noch eine Dunkelziffer dazu: «Die Zahl der Fälle ist eine Unterschätzung, weil es Personen mit Impfdurchbrüchen gibt, die weder in einem Spital noch ambulant erfasst wurden. Die Zahlen liegen deshalb etwas höher.» Dauwalder betont, es handle sich um eine Momentaufnahme und trotz dieser Unschärfe seien die Fälle von vollständig Geimpften, die sich wieder infizieren, gering.

Mit Tests einen Überblick verschaffen

Das BAG hat nun eine Strategie entwickelt, wie es zu verlässlicheren Zahlen bei den Impfdurchbrüchen kommen kann. Es will repräsentative Stichproben durchführen. Dabei mithelfen sollen primär drei Bevölkerungsgruppen: Personen über 70 Jahren, Angehörige der Armee (AdA) und Schüler.

So sollen laut «Blick» monatlich mehrere Tausend AdA bei Dienstantritt getestet werden. Hier erhofft sich das BAG ein Bild von der jüngeren und mobilen Generation des Landes. Auf der Gegenseite werden Stichproben bei den Menschen über 70 und chronisch erkrankten Personen genommen, damit man die Situation bei Risikogruppen besser einschätzen kann. Zudem sei es laut einem Sprecher des BAG gegenüber «Blick» wichtig, Ausbrüche über Schulen schnell zu erkennen und damit eine Ausbreitung aufzuhalten. Er ermahnt darum die Kantone, an den Schulen regelmässig zu testen.

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Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

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