Moderna und Pfizer/Biontech – BAG will Haltbarkeitsdatum von Covid-Impfstoffen verlängern
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Moderna und Pfizer/BiontechBAG will Haltbarkeitsdatum von Covid-Impfstoffen verlängern

Die beiden Impfstoffe von Moderna und Pfizer/Biontech sind neun Monate haltbar. Nun könnten 400’000 Impfdosen der beiden Hersteller ablaufen. Der Bund möchte dies verhindern.

von
Florian Osterwalder
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Beim Bund lagern zurzeit rund 400’000 Impfdosen der Hersteller Moderna und …

Beim Bund lagern zurzeit rund 400’000 Impfdosen der Hersteller Moderna und …

IMAGO/UIG
… Pfizer/Biontech. Diese drohen abzulaufen. 

… Pfizer/Biontech. Diese drohen abzulaufen. 

IMAGO/UIG
Das BAG prüfe zurzeit, ob nicht benötigter Impfstoff an andere Länder abgegeben werden kann. Im Bild Patrick Mathys vom BAG.

Das BAG prüfe zurzeit, ob nicht benötigter Impfstoff an andere Länder abgegeben werden kann. Im Bild Patrick Mathys vom BAG.

20min/Simon Glauser

Darum gehts

  • Das BAG prüfe zurzeit, ob nicht benötigter Impfstoff an andere Länder abgegeben werden kann.

  • Die Zulassungsbehörde Swissmedic bestätigt ein Verlängerungsgesuch der Hersteller bezüglich des Ablaufdatums.

  • Falls man keine Lösung für die Impfdosen findet, müssen die Impfdosen vernichtet werden.

In der Armeeapotheke lagern derzeit die beiden mRNA-Impfstoffe von Moderna und Pfizer/Biontech. Und zwar rund 400’000 Dosen. Diese drohen bald abzulaufen, da die Haltbarkeit der Impfstoffe neun Monate ist. Das BAG prüfe zurzeit, ob nicht benötigter Impfstoff an andere Länder abgegeben werden kann, wie das SRF berichtet.

«Eventuell besteht auch die Möglichkeit, dass das Ablaufdatum nach hinten geschoben werden kann», so das BAG auf Anfrage von SRF. Man arbeite mit den Herstellern daran, die Daten zu erhalten, damit die Impfdosen länger gelagert werden können, wie das BAG weiter mitteilt.

Vernichtung als letzte Möglichkeit

Bei Medikamenten gibt es sogenannte Stabilitätsdaten. Diese zeigen auf, wie lange ein Medikament stabil ist, das heisst wie lange es so bleibt und wirkt, wie es sollte. Swissmedic, die Zulassungsbehörde für Impfstoffe in der Schweiz, bestätigt Anträge der Impfstoff-Produzenten. Mehr dazu wollte sie aber nicht sagen. 

Falls man keine Lösung für die Impfdosen findet, gibt es nur eine Möglichkeit. «Falls das nicht geht und die Dosen nicht doch noch verimpft werden können, werden sie letztlich vernichtet werden müssen. Ziel ist es aber nach wie vor, dies zu vermeiden.» Wenn das Ablaufdatum aber verlängert werden kann, könnten die Impfdosen im Herbst als Auffrischimpfungen genutzt werden. 

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