Aktualisiert 27.05.2016 09:19

Hunziker-Areal ZürichBagelboys eröffnen erste Schweizer Bagel-Bäckerei

Mit echten New-York-Bagels wollen zwei Gastronomen Zürich erobern. Sie sind sich sicher: «Wir sind die erste richtige Bagel-Bäckerei der Schweiz.»

von
D. Rais
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Martin Ackermann (39) und Rado Petrov (40) eröffnen am Samstag, 28. Mai 2016, im Hunziker-Areal in Zürich die erste Schweizer Bagel-Bäckerei.

Martin Ackermann (39) und Rado Petrov (40) eröffnen am Samstag, 28. Mai 2016, im Hunziker-Areal in Zürich die erste Schweizer Bagel-Bäckerei.

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Gemeinsam mit ihrem Team wollen sie zukünftig Bagels an den Mann beziehungsweise an die Frau bringen.

Gemeinsam mit ihrem Team wollen sie zukünftig Bagels an den Mann beziehungsweise an die Frau bringen.

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Diese Bagels warten noch darauf, gebacken zu werden.

Diese Bagels warten noch darauf, gebacken zu werden.

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Auf dem Hunziker-Areal in Zürich-Leutschenbach gibt es ab Samstag eine Bäckerei der etwas anderen Art. Denn im Laden der beiden Gastronomen Martin Ackermann (39) und Rado Petrov (40) gibt es nur eine Art von Gebäck zu kaufen: den Bagel. Diesen dafür aber in diversen Variationen: Etwa mit Sesam, Kürbiskernen oder auch mit einer Käsekruste.

Dass es keinesfalls nachteilig ist, sich auf nur ein Produkt zu spezialisieren und trotzdem eine breite Masse anzusprechen, dessen ist sich Ackermann sicher: «Wir sind die erste richtige Bagel-Bäckerei der Schweiz. Wer einen Original-Bagel haben will, wie man ihn aus New York kennt, der muss bei uns vorbeikommen», sagt Ackermann.

«Der perfekte Bagel im New-York-Style»

Die Zutaten, die in einen typischen New-York-Bagel gehören, sind simpel: Mehl, Wasser, Hefe, Salz und ein bisschen Malz sowie Rohrzucker. Doch für den perfekten New-York-Bagel braucht es mehr als nur die richtigen Zutaten, das wissen die Bagelboys Martin Ackermann und Rado Petrov: «Der perfekte Bagel im New-York-Style muss eine glänzende, weiche Haut und eine kompakte Krume mit leicht malziger Note haben.»

Damit der Bagel genau diese gewünschte Konsistenz bekommt, muss der fertige Bagel-Teig vor dem Backen erst zwölf Stunden lang im Kühlraum ruhen; erst dann kommt er für 12 Minuten in den Ofen, so Ackermann. «In einem ersten Schritt wird er danach in unserem Spezialofen im Wasserdampf gegart, bevor der Bagel anschliessend gebacken wird», ergänzt Petrov.

Im Grossformat auf dem Videoportal

Im Grossformat auf dem Videoportal

Nicht ausgestanzt sondern drumherum gewickelt – so kommt das Loch in den Bagel.

Erst zusammen kellnern, jetzt zusammen backen

Die Idee, einen eigenen Bagel-Shop zu eröffnen, wurde nicht über Nacht geboren, sei jedoch über die Jahre hinweg gereift und setzt sich rückblickend wie ein Puzzle zusammen. So hat Ackermann etwa vor einigen Jahren für eine Weile in Paris gelebt und gearbeitet: «Damals bin ich jeden Tag in Paris zu ‹Bagels and Brownies› gegangen, um mir einen Cream-Cheese-Bagel zu holen. Ich stehe total auf Bagels – nach wie vor.»

Wieder zurück in der Schweiz haben sich Konditor-Konfiseur Ackermann und Gastronomie-Fachmann Petrov kennengelernt, als sie beide im Service eines Gastrobetriebs tätig waren. Daraufhin fassten sie den Entschluss, auf die eigene Selbstständigkeit hinzuarbeiten. Mit Ackermanns Liebe zu Bagels und Petrovs Erfahrung in der Gastronomie kam so eins zum anderen.

Preise sind mehr als gerechtfertigt

Bei den Bagelboys wird jeder Bagel frisch zubereitet und kann dann nach Belieben belegt werden. Ein absoluter Klassiker ist laut Petrov der Pastrami-Bagel. Dieser wird mit 120 Gramm Rindfleisch belegt, das zuvor eigens von den Gastronomen in der Backstube geräuchert wurde. Kostenpunkt: 14.50 Franken. Vegetarische Bagels oder mit dem ebenfalls selbst geräucherten Lachs belegte Bagels kosten 12.5o, einen Bagel mit Cream-Cheese gibt es für 6.50 und einen ganz ohne irgendetwas für 2.50 Franken.

Auch wenn sich die Preise in einem gehobenen Segment befinden, sind sie laut Ackermann mehr als gerechtfertigt: «Die Bagels sind gross, davon wird man locker satt. Ausserdem verwenden wir praktisch aussschliesslich frische Bio-Produkte.» Ackermann ist überzeugt: «Die Preise werden kein Problem sein. Leute werden das gern zahlen, denn verglichen mit anderen Restaurants sind unsere Preise mehr als moderat.»

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