Bahn-Streik: Erhebliche Verspätungen
Aktualisiert

Bahn-Streik: Erhebliche Verspätungen

Tausende Pendler und Reisende in drei deutschen Bundesländern sind am Freitagmorgen auf eine Geduldsprobe gestellt worden: Ein Warnstreik bei der Deutschen Bahn verursachte mindestens 15 Zugsausfälle und zahlreiche Verspätungen.

Rund 1700 Bahnbeschäftigte in Nordrhein-Westfalen, dem Saarland und in Rheinland-Pfalz legten ihre Arbeit vorübergehend nieder. Am stärksten betroffen waren die Bahnhöfe in Köln, Dortmund, Saarbrücken, Trier, Paderborn, Düsseldorf und Duisburg.

Einige Züge im Fern- und Nahverkehr waren mit «erheblicher Verspätung» unterwegs, wie ein Gewerkschaftssprecher sagte. 15 Züge in Köln und Saarbrücken fielen demnach komplett aus. Der Zugverkehr mit der Schweiz war laut SBB nicht beeinträchtigt.

Angst vor Stellenabbau

Mit den Warnstreiks wollen die Gewerkschaften Transnet und GDBA Druck auf die Bahn und den Bund als Eigentümer ausüben. Sie befürchten, dass der bis Ende 2010 bestehende Beschäftigungspakt im Zug der geplanten Bahn-Teilprivatisierung hinfällig werden könnte.

Das Beschäftigungsbündnis betrifft 130 000 der rund 229 000 Mitarbeiter - all jene, die mindestens fünf Jahre bei der Deutschen Bahn tätig sind. Für sie sind betriebsbedingte Kündigungen bis zum Ende der Laufzeit ausgeschlossen.

Doch der Pakt wird hinfällig, wenn bei der Teilprivatisierung das Netz aus dem Konzernverbund herausgelöst werden sollte. In diesem Fall könnten nach den Befürchtungen der Gewerkschaften rund 10 000 Stellen wegfallen.

Drohung für Montag

Bereits am Montag wollen die Gewerkschaften die Streiks auf das ganze Bundesgebiet ausdehnen, um ihren Forderungen Nachdruck zu verschaffen. Am Wochenende soll es dagegen keine Aktionen geben. (sda)

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