Appenzeller Bahnen: Bahnfreaks nehmen Abschied von Kultkurve
Aktualisiert

Appenzeller BahnenBahnfreaks nehmen Abschied von Kultkurve

Das wars mit der engsten Zahnradkurve der Welt: Die 130 Jahre alte Ruckhaldekurve zwischen St. Gallen und Teufen wird durch einen Tunnel ersetzt.

von
viv

Am Ostermontag ist die älteste Zahnradkurve der Welt ein letztes Mal befahren worden.

Sie hat eine 130 Jahre lange Tradition und ist sogar Weltrekordhalterin: die Ruckhaldekurve zwischen St. Gallen und Teufen. Mit einem Radius von 30 Metern und einer Steigung von 90 Promille ist sie die engste Zahnradkurve der Welt. Am Ostermontag wurde sie zum letzte Mal befahren. Sie muss einem Tunnel weichen. Dieser soll mehr Komfort für die Reisenden bieten, indem er die Fahrzeit verkürzt.

«Es kommt Wehmut auf»

«Ich kenne die Kurve seit meiner Kindheit, weil wir oft im Appenzellerland Ferien gemacht haben», sagt ein Bahn-Fan aus Zürich, der extra angereist ist, um den Bahnabschnitt ein letztes Mal zu begutachten. «Es kommt Wehmut auf, wenn man sieht, wie die Zeit vergeht.»

Es gibt aber auch andere Stimmen: «Der Tunnel wird Unterhaltskosten sparen, der Gleisbau wird billiger werden und es werden dann auch andere Fahrzeuge eingesetzt werden können – das Projekt ist ein Schritt in die richtige Richtung», so Peter Moser aus Altstätten SG, der ebenfalls gekommen ist, um Abschied von der Kurve zu nehmen.

Immerhin wird ein Teil der Ruckhaldekurve bewahrt, wie Stadträtin Maria Pappa gegenüber FM1Today sagt: «Wir möchten die engsten 88 Meter in die neue Wohnüberbauung integrieren.» Auf dem Areal ist eine Überbauung mit Wohnraum für 600 Personen geplant.

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