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KurzfilmfestivalBahnhof Bern wird am Shnit zum Kinosaal

Am Dienstagabend fand im Bahnhof Bern das erste Preview Screening des Shnit statt. Kurzfilmfans können sich auf überraschende Filme freuen.

von
Nadine Ellis
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Das internationale Shnit Kurzfilmfestival soll auch in diesem Jahr vom 7. bis zum 11. Oktober zahlreiche Filmfans in Bern begeistern.

Das internationale Shnit Kurzfilmfestival soll auch in diesem Jahr vom 7. bis zum 11. Oktober zahlreiche Filmfans in Bern begeistern.

zvg
Das Shnit zeigt Kurzfilme in mehreren Städten auf der ganzen Welt: Die diesjährigen Austragungsstädte der Kurzfilme sind Bangkok, Bern, Buenos Aires, Kairo, Kapstadt, Hong Kong, Moskau und San José. Die finale Preisverleihungszeremonie findet schliesslich in New York statt (Bild).

Das Shnit zeigt Kurzfilme in mehreren Städten auf der ganzen Welt: Die diesjährigen Austragungsstädte der Kurzfilme sind Bangkok, Bern, Buenos Aires, Kairo, Kapstadt, Hong Kong, Moskau und San José. Die finale Preisverleihungszeremonie findet schliesslich in New York statt (Bild).

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Neben altbewährten Schauplätzen wie der Aula im Progr, dem Kornhausforum und der Heiliggeistkirche verwandeln sich in diesem Jahr neu auch der Berner Bahnhof, das Hotel Kreuz und das Kulturlokal ONO in Kinosäle.

Neben altbewährten Schauplätzen wie der Aula im Progr, dem Kornhausforum und der Heiliggeistkirche verwandeln sich in diesem Jahr neu auch der Berner Bahnhof, das Hotel Kreuz und das Kulturlokal ONO in Kinosäle.

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Das Shnit International Shortfilmfestival beschreitet neue Wege: Zum ersten Mal zeigte das Festival bereits vor seinem offiziellen Beginn in einem Preview Screening einen Mix aus Kurzfilmen. Die Vorführungen, die am Dienstagabend gestartet sind, finden jeweils um 19 Uhr exklusiv in der Galerie im Berner Bahnhof statt. «Als sich die Möglichkeit dazu ergab, haben wir sofort zugesagt und beschlossen, dort bereits im Vorfeld Filme zu zeigen, wie dies auch an anderen Festivals gemacht wird», erklärt Festivaldirektor Olivier van der Hoeven.

Auch mit drei neuen Standorten will das Shnit vom 7. bis zum 11. Oktober sein Publikum begeistern: Nebst dem Galeriegeschoss des Bahnhofs Bern verwandeln sich auch das Hotel Kreuz und das Kulturlokal Ono in Kinosäle.

Alles begann in Bern

Das Festival findet an insgesamt 13 verschiedenen Spielstätten in Bern statt. Nachdem der Grundstein für Shnit 2003 in Bern gelegt wurde, hat das Festival in den letzten Jahren den Schritt über die Landesgrenzen hinaus geschafft: Es findet gleichzeitig in mehreren Metropolen der ganzen Welt– darunter Bangkok, Buenos Aires und New York – statt.

Van der Hoeven erinnert sich an die Anfänge: «Damals gab es für Berner Filmemacher wie auch mich keine Plattform für Kurzfilme.» So habe man sich zusammengetan und einen Filmabend im Kino der Reitschule organisiert und die Filme Freunden, Bekannten und anderen Filmemachern vorgeführt.

Die Filmabende seien so beliebt gewesen, dass man mit der Zeit ein Festival mit einem Wettbewerb, Preisgeld und Jury auf die Beine gestellt habe. «Schliesslich wollten wir die grandiosen Kurzfilme auch einen grösserem Publikum präsentieren können», erklärt van der Hoeven. Das Shnit sei extrem gut international vernetzt und so seien nach und nach immer mehr Austragungsstädte hinzugekommen. «Weltweit sind mittlerweile 400 Leute für die Organisation des Festivals im Einsatz», so der Festivaldirektor.

«Wahnsinnig starke und überraschende Werke»

Die erwarteten 30'000 Berner Besucher können sich laut van der Hoeven in diesem Jahr wieder auf rund 200 Filme von exzellenter Qualität freuen. «Es sind wahnsinnig starke und überraschende Werke dabei – sowohl visuell als auch inhaltlich», schwärmt der Festivalleiter. Einen Favoriten hat der Shnit-Direktor nicht: «Das ist wie bei den eigenen Kindern: Da hat man auch keinen Liebling.»

Das Filmprogramm ist in fünf Sektionen aufgeteilt: Die Shnit-Wettbewerbe («In Competition») bilden das Herzstück des Programms. Daneben sorgen «A Real Treat», «For Special Interest», «Out of Curiosity» und «At the Peak» für weitere interessante Festivalerlebnisse. Insgesamt sind 18 Schweizer Filme mit von der Partie. Das diesjähre Shnit dreht sich thematisch ganz um Glück und Pech – passend zum 13. Jahr des Kurzfilmfestivals.

60 Filme im Rennen um «The Flaming Faun»

Höhepunkt für die Filmschaffenden ist schliesslich die Internationale Preisverleihung am 18. Oktober in New York, bei der fünf «The Flaming Faun»-Preise von einer internationalen Jury – unter ihnen der Schweizer Schauspieler Carlos Leal – vergeben werden. Auch eine Schweizer Filmemacherin ist im internationalen Wettbewerb vertreten: Die Zürcherin Eileen Hofer schickt mit «My Honeymoon» einen Kurzfilm zum Bürgerkrieg in Syrien und den damit verbundenen Flüchtlingsströmen ins Rennen. Neben Hofer warten 59 weitere Filmemacher darauf, die heiss begehrte Auszeichnung ergattern zu könnnen.

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