Bahnhof Hardbrücke: 30 Videokameras installiert

Aktualisiert

Bahnhof Hardbrücke: 30 Videokameras installiert

Neue Kameras im Bahnhof Hardbrücke verunsichern Pendler. Die SBB beruhigen und weisen darauf hin, dass es sich um «eine rein betriebliche Überwachung» handelt.

Seit einigen Tagen hängen über den Perrons beim Bahnhof Hardbrücke 30 Kameras. Sie lassen das Gefühl von Big Brother aufkommen. Doch davon will SBB-Sprecher Roland Binz nichts wissen: «Die Kameras wurden installiert, um dieses wichtige Nadelöhr im Auge zu behalten. Die Überwachung dient lediglich dazu, dass wir bei allfälligen Störungen möglichst rasch einschreiten können.» Denn eine Panne bei der Hardbrücke habe sofort riesige Auswirkungen auf den ganzen Bahnverkehr in und um Zürich.

So seien die Kameras auch als Reaktion auf die Pannenserie im vergangenen Jahr installiert worden.

Sind denn auf den Bildern auch Leute zu sehen? «Ja. Es sind Personen zu sehen, sie sind aber kaum zu erkennen», sagt Binz. Mit dem eidgenössischen Datenschutzbeauftragten sind Anforderungen ausgehandelt worden, so dass die gesetzliche Grundlage für

die Installation besteht: «Die Überwachung der SBB steht im Einklang mit dem Datenschutz», bestätigt Sprecher Kosmas Tsiraktsopoulos.

Ähnliche Kameras sind seit der Inbetriebnahme der S-Bahn im Jahr 1990 auch an den Bahnhöfen Stadelhofen und Stettbach installiert.

Daniel Zumoberhaus

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