Bahnhofbuffet-Schütze wird verwahrt

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Bahnhofbuffet-Schütze wird verwahrt

Der Mann, der 2004 im Bahnhofbuffet Stans einen Fasnächtler erschossen hat, wird verwahrt.

Dies hat das Kantonsgericht am Mittwoch entschieden. Es sprach den Täter des Mordes schuldig und verhängte eine Freiheitsstrafe von 16 Jahren.

Der heute 40-jährige Mann hatte am 31. Januar 2004 ohne Anlass einen ihm Unbekannten angeschossen. Das Opfer, ein 25-jähriger Nidwaldner, der sich von einem Fasnachtsanlass ausruhte, erlag am nächsten Tag im Unispital Zürich seinen schweren Kopfverletzungen.

Der Schütze, ein Nidwaldner, war wegen Drogendelikten in Haft und befand sich zur Tatzeit auf Hafturlaub. Der Staatsanwalt stufte die Tat als verwerflich und skrupellos ein und forderte deshalb am Dienstag vor dem Kantonsgericht eine Verurteilung wegen Mordes.

Dieser Einschätzung folgte die Grosse Kammer des Gerichtes, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Dispositiv des Urteils hervorgeht. Sie sprach den Angeklagten des Mordes schuldig. Dazu kommen weitere Delikte wie Widerhandlungen gegen das Waffen- und das Betäubungsmittelgesetz sowie Sachbeschädigungen und Drohungen.

Staatsanwalt forderte 20 Jahre

Mit einer Strafe von 16 Jahren blieb das Gericht unter den vom Staatsanwalt geforderten 20 Jahren. Es anerkannte eine verminderte Schuldfähigkeit, aber nur bezüglich den Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Der Täter wird verwahrt. Auch in diesem Punkt folgte das Gericht dem Staatsanwalt, der eine ernsthafte Rückfallgefahr angeführt hatte. Zudem muss der Angeklagte Genugtuungssummen von 105 000 Franken und weitere Zahlungen leisten.

Die Verteidigung hatte die Tat als eventualvorsätzliche Tötung eingestuft und für eine neunjährige Strafe plädiert. Der Angeklagte befindet sich im vorzeitigen Strafvollzug in der Justizvollzugsanstalt Lenzburg AG.

(sda)

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