Bern: Bahnhofs-Pfütze lässt Pendler auf die Nase fallen

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BernBahnhofs-Pfütze lässt Pendler auf die Nase fallen

Wegen einer Wasserlache beim Bahnhof Bern wird der Arbeitsweg für Pendler zur Rutschpartie. Leser-Reporter berichten von Stürzen und fehlenden Warnungen.

von
kaf
Eine beschädigte Leitung ist schuld an der Wasserlache beim Rampenaufgang zum Gleis 12/13 im Bahnhof Bern.

Eine beschädigte Leitung ist schuld an der Wasserlache beim Rampenaufgang zum Gleis 12/13 im Bahnhof Bern.

Leser-Reporter

Wer in nächster Zeit vom Gleis 12 oder 13 die Rampe hinunter zum Treffpunkt eilt, muss sich in Acht nehmen: Wegen einer Pfütze besteht seit Mittwochmorgen akute Rutschgefahr in der Unterführung. «Ich habe beobachtet, wie eine junge Frau in der Eile ausrutschte und hart auf den Boden knallte», berichtet eine besorgte Leser-Reporterin. Ihr Schlüssel sei über zwei Meter durch die Luft geflogen, passiert sei ihr jedoch nichts: «Die Frau hatte Glück, es hätte schlimmer enden können.»

Auf ihrem Weg zur Arbeit geht die Leser-Reporterin täglich an der Glungge vorbei: «Ich verstehe nicht, warum die SBB nichts dagegen unternehmen.» Sie bemängelt, dass nur ein gelbes Warnschild aufgestellt wurde: «Das reicht doch nicht für eine so gefährliche Stelle.» Auch anderen Pendlern bereitet der rutschige Boden Sorgen, zeigt ein Augenschein vor Ort. Für Leute, die es eilig haben, könne die Stelle heimtückisch sein, meint eine junge Bernerin: «Gerade wenn man auf den Zug rennt, ist der rutschige Boden gefährlich.»

SBB sind keine Stürze bekannt

«Die Wasserlache ist auf ein Leck an einer Leitung im Gleisbereich zurückzuführen», erklärt SBB-Sprecherin Michelle Rothen auf Anfrage von 20 Minuten. Auch seien den SBB bis jetzt keine Personen- oder Sachschädensfälle wegen der Pfütze gemeldet worden.

Die Beschädigung der Leitung ist laut Rothen nicht etwa auf einen Mangel am Bahnhofsgebäude zurückzuführen: «Wie bei jedem Bau können gelegentlich Wasserlecks auftreten. Wir bemühen uns, den Schaden so rasch wie möglich zu beheben.» Um die genaue Dauer der Reparaturarbeiten bestimmen zu können, müssten sie jedoch zuerst das Leck untersuchen. Für die Pendler hätten diese Arbeiten jedoch keine Auswirkungen. «Züge und Reisende sind davon nicht betroffen», so Rothen.

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