Hochwasser: Bahnstrecke Chur–Disentis unterbrochen
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HochwasserBahnstrecke Chur–Disentis unterbrochen

Experten überprüfen nach heftigen Niederschlägen die Geleise der Rhätischen Bahn. Zwischen Chur und Ilanz sind Ersatzbusse im Einsatz.

von
chk
Aus einem wegen Regen übergelaufenen Bergbach sind Wasser, Schlamm und Steine auf das Bahntrassee der Rhätischen Bahn gelangt. (Archivbild)

Aus einem wegen Regen übergelaufenen Bergbach sind Wasser, Schlamm und Steine auf das Bahntrassee der Rhätischen Bahn gelangt. (Archivbild)

Keystone/Arno Balzarini

Nach einem Hochwasser am Dienstagabend bleibt die Bahnstrecke zwischen Chur und Disentis auch am Mittwoch mindestens bis 8 Uhr unterbrochen. Nach ergiebigen nächtlichen Niederschlägen überprüfen Experten die Geleise auf neue Schäden.

Die Strecke bleibe zwischen Versam-Safien und Valendas-Sagogn noch bis mindestens 8 Uhr für den Zugverkehr gesperrt, teilte die Rhätische Bahn (RhB) am Mittwochmorgen mit. Es verkehren Bahnersatzbusse zwischen Chur und Ilanz. Die Anschlüsse sollen gewährleistet werden.

Der vom Hochwasser betroffene Streckenabschnitt führt durch die enge, grösstenteils bewaldete Rheinschlucht. Aus einem wegen Regen übergelaufenen Bergbach waren am Vorabend Wasser, Schlamm und Steine auf das Bahntrassee gelangt. Die Geleise waren bald wieder freigeräumt.

Bahnstrecke zu Fuss ablaufen

Bevor die Strecke jedoch für die Züge freigegeben werden könne, müsse sie von Experten zu Fuss abgelaufen und auf allfällige weitere Schäden überprüft werden, sagte RhB-Sprecher Simon Rageth auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Es habe in der Nacht erneut stark geregnet, erklärte er.

Die Strecke durch die Rheinschlucht wird auch von den von zahlreichen Touristen genutzten «Glacier Express»-Zügen befahren, die zwischen dem Wallis und dem Oberengadin via Furka- und Oberalppass verkehren. Am Dienstag waren sie von der Störung nicht betroffen. Der letzte Zug des Tages sei am Ziel angekommen, bevor es zum Hochwasser gekommen sei, sagte Rageth.

Nach Angaben von MeteoSchweiz regnete es in Teilen von Graubünden am Dienstag stark. Im Val Lumnezia und im Valsertal zum Beispiel, unweit vom Hochwasserereignis, fielen in kürzester Zeit zwischen 40 und 50 Millimeter Regen. Gemäss der Naturgefahrenkarte des Bundes bestand am Dienstag im Nordtessin und im Westen Graubündens eine Regenwarnung der Stufe 3. Das entspricht der mittleren von fünf Gefahrenstufen. (chk/sda)

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