Streik: Bahnverkehr mit Italien stark eingeschränkt
Aktualisiert

StreikBahnverkehr mit Italien stark eingeschränkt

Wegen eines Streiks der italienischen Eisenbahner ist der Bahnverkehr zwischen der Schweiz und Italien nur eingeschränkt möglich.

Die Angestellten der italienischen Staatsbahn sind seit Donnerstagabend für 24 Stunden in den Streik getreten. Sie wollen damit ihren Forderungen nach einem neuen Kollektivvertrag Nachdruck verleihen. Reisende von und nach Italien müssen mit Schwierigkeiten rechnen.

Mehrere internationale Verbindungen könnten ausfallen, mit Verspätungen sei zu rechnen, teilten die italienischen Staatsbahnen mit. Auch der Bahnverkehr zwischen der Schweiz und Italien ist nur eingeschränkt möglich, mehrere Verbindungen fallen aus, wie die SBB mitteilte. Bis zur Grenze rollen die Züge in der Regel aber planmässig.

Auch Behinderungen im Nahverkehr

Zu einer Arbeitsniederlegung kam es am Freitag auch im italienischen Nahverkehr. Busse, Strassenbahnen und die Metro sind in allen italienischen Städten betroffen. Allerdings wird der Ausstand zu den Hauptverkehrszeiten ausgesetzt, damit die Pendler von und zur Arbeit kommen. Vor allem in den Metropolen Rom und Mailand, in denen viele Menschen wegen des Streiks auf das Privatauto angewiesen sind, ist mit chaotischen Zuständen zu rechnen.

Die ersten Juli-Tage waren in Italien auch von einem zweitägigen Streik der Fährenbediensteten überschattet, die die Verbindungen zu den Inseln im Land garantieren. Dieser Streik ging am Donnerstag zu Ende. Das Personal der staatlichen Schifffahrtsgesellschaft Tirrenia, die vom Wirtschaftsministerium privatisiert wird, verlangt Garantien für den Erhalt der Arbeitsplätze.

Die von der staatlichen Finanzholding Fintecna kontrollierte Tirrenia soll zu 100 Prozent verkauft werden. Die Gesellschaft bedient die Verbindungen zwischen dem italienischen Festland und verschiedenen Inseln, darunter Sardinien und Sizilien.

(sda)

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