Aktualisiert 19.12.2006 21:35

Baht abgewertet – Ferien in Thailand noch nie so gefragt

Die thailändische Nationalbank drückt den Wert der Landeswährung Baht. Die Wirtschaft ist geschockt, doch Touristen können sich auf günstigere Ferien freuen.

Der Aktienmarkt in Bangkok reagierte gestern mit dem grössten Kurseinbruch seit fast zehn Jahren auf die Nachricht der Nationalbank. Der Leitindex stürzte zeitweise 19 Prozent ab und bescherte der Börse einen Wertverlust von 28 Milliarden Dollar. Der Grund: Die kurzfristigen Geldflüsse werden eingeschränkt. Hintergrund war die Sorge der Bank of Thailand, dass die Stärke der Währung Baht den Exporteuren schaden könnte.

Kuoni, der grösste Schweizer Reiseanbieter für Thailand, wird denn auch die Reisen ins Land des Lächelns im nächsten Winter billiger anbieten können – «falls der Baht-Kurs tatsächlich tief bleiben wird», schränkt Kuoni-Sprecher Peter Brun ein. Das Weihnachtsgeschäft boome aber so oder so: Thailand gehöre zusammen mit den Malediven im Moment zu den beliebtesten Destinationen der Schweizer.

«Noch nie reisten so viele Schweizer nach Thailand wie jetzt über diese Weihnachten», so Brun. Und dies obwohl im September ein Militärputsch stattgefunden hat und das Eidgenössische Departement des Äussern vor terroristischen Anschlägen im Ferienparadies warnt.

(gal)

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