Bundesrat Alain Berset: Bald enthalten Joghurts und Müesli weniger Zucker
Aktualisiert

Bundesrat Alain BersetBald enthalten Joghurts und Müesli weniger Zucker

Bis 2024 sollen Joghurts zehn Prozent weniger Zucker enthalten, Müesli 15 Prozent weniger. Darauf hat sich Bundesrat Alain Berset mit der Industrie und Detailhändlern geeinigt.

von
jk
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Seit vier Jahren ist der Bund zusammen mit Lebensmittelproduzenten und Detailhändlern dabei, den Zuckergehalt in Cerealien zu senken.

Seit vier Jahren ist der Bund zusammen mit Lebensmittelproduzenten und Detailhändlern dabei, den Zuckergehalt in Cerealien zu senken.

Keystone/Christian Beutler
Auch Joghurts sind von den Massnahmen betroffen. 2017 nahmen sich die betroffenen Unternehmen nach Verhandlungen mit dem Bund zum Ziel, den Zuckergehalt von Joghurts bis Ende 2018 um 2,5 Prozent zu senken.

Auch Joghurts sind von den Massnahmen betroffen. 2017 nahmen sich die betroffenen Unternehmen nach Verhandlungen mit dem Bund zum Ziel, den Zuckergehalt von Joghurts bis Ende 2018 um 2,5 Prozent zu senken.

Keystone/Gaetan Bally
Am Dienstag trifft sich Bundesrat Alain Berset (SP) erneut mit Lebensmittelproduzenten und Detailhändlern. Die Zuckerreduktion soll weiter vorangetrieben werden.

Am Dienstag trifft sich Bundesrat Alain Berset (SP) erneut mit Lebensmittelproduzenten und Detailhändlern. Die Zuckerreduktion soll weiter vorangetrieben werden.

Keystone/Peter Schneider

Schweizer essen pro Tag mehr als doppelt so viel Zucker, wie die Weltgesundheitsorganisation WHO der eigenen Gesundheit zuliebe empfiehlt. Der Bund rund um SP-Bundesrat Alain Berset hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, den Zuckerverzehr der Schweizer zu drosseln. Seit 2015 hat er gemeinsam mit Lebensmittelproduzenten und Detailhändlern den Zuckergehalt in bestimmten Joghurts und Frühstückscerealien schrittweise gesenkt. Nun folgt der nächste Schritt: Am Dienstag haben sich Bund und Unternehmen auf weitere Reduktionsziele geeinigt.

Bis 2024 sollen Joghurts zehn Prozent weniger Zucker enthalten, Müesli gar 15 Prozent weniger. Neu wird die Zuckerreduktion auf weitere Produkte ausgedehnt. Diese müssen noch bestimmt werden. Zur Debatte stehen offenbar Süssgetränke. Die Erklärung soll zudem mit Zielen zur Salzreduktion ergänzt werden. So sollen Brote und Saucen weniger Salz enthalten.

Berset zog vor den Medien eine positive Zwischenbilanz. «Es ist aber noch nicht genug.»

Erfolgreiche Zuckerreduktion in Frühstücksprodukten

Die ersten Massnahmen zur Zuckerreduktion in unserem Essen erfolgte vor vier Jahren: An der Weltausstellung 2015 hatte Bundesrat Berset im Rahmen der «Erklärung von Mailand» zusammen mit mehreren Unternehmen vereinbart, den Zuckergehalt von Frühstücksprodukten zu verringern.

2017 einigte sich der Bund gemeinsam mit insgesamt 14 Lebensmittelproduzenten und Detailhändlern, darunter Nestlé, Danone, Migros oder Coop, auf konkrete Ziele: So verpflichteten sich die unterzeichnenden Unternehmen, den Zuckergehalt in Joghurts bis Ende 2018 um 2,5 Prozent zu senken, in Frühstückscerealien um 5 Prozent. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen zog zu Beginn dieses Jahres eine positive Bilanz: Tatsächlich enthalten die Produktegruppen weniger Zucker.

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