Online-Shopping: Bald kannst du Kleider bei H&M und Zalando virtuell anprobieren
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Online-ShoppingBald kannst du Kleider bei H&M und Zalando virtuell anprobieren

H&M und Zalando entwickeln eine virtuelle Umkleidekabine. Beim Onlineshopping sollen Kunden in Zukunft mit einem Avatar Kleidung anprobieren.

von
Barbara Scherer
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H&M entwickelt eine virtuelle Umkleidekabine.

H&M entwickelt eine virtuelle Umkleidekabine.

Nexr
Denn seit der Corona-Krise kaufen immer mehr Schweizer ihre Kleider online.

Denn seit der Corona-Krise kaufen immer mehr Schweizer ihre Kleider online.

20min/Michael Scherrer
Um die digitale Umkleidekabine zu nutzen, müssen Käufer erst in einer H&M-Filiale per 3D-Scanner einen Avatar von sich erstellen. 

Um die digitale Umkleidekabine zu nutzen, müssen Käufer erst in einer H&M-Filiale per 3D-Scanner einen Avatar von sich erstellen.

imago images/Ritzau Scanpix

Darum gehts

  • H&M und Zalando wollen virtuelle Umkleidekabinen in ihren Onlineshops einführen.

  • So können Kunden mit einem digitalen Ebenbild Kleider anprobieren.

  • Das soll dafür sorgen, dass weniger Bestellungen zurückgeschickt werden.

Seit der Corona-Krise shoppen immer mehr Schweizer online. Im Lockdown ist das auch nicht anders möglich. Doch gerade Kleider im Netz kaufen gestaltet sich schwierig: Oft passt die bestellte Ware nicht richtig und geht gleich wieder zurück.

Das wollen zwei grosse Modehändler nun ändern: H&M und Zalando arbeiten an einer virtuellen Umkleidekabine für die Kunden. Beim schwedischen Moderiesen H&M sollen Kunden bereits ab Sommer die neue Technologie nutzen können, wie das deutsche Tech-Unternehmen Nexr Technologies mitteilt.

Um die digitale Umkleidekabine zu nutzen, müssen Käufer erst in einer H&M-Filiale per 3D-Scanner von Nexr einen Avatar von sich erstellen. Das digitale Ebenbild poppt anschliessend auf dem Smartphone auf. Damit können Kunden dann Kleider im Online-Shop anprobieren und sehen ob diese wirklich passen.

Händler hoffen auf weniger Retouren

Mit der virtuellen Umkleidekabine will H&M nicht nur ein ein spannendes digitales Einkaufserlebnis ermöglichen, sondern auch das Retourenverhalten analysieren. Denn viele Kleider, die online bestellt werden, schicken die Kunden wieder zurück. Mit der virtuellen Umkleidekabine könnte sich das ändern.

Die vielen Retouren haben auch Zalando dazu motiviert, 3D-Body-Scans zu entwickeln, wie die «Handelszeitung» schreibt. Dafür hat der Modehändler das Zürcher Software-Unternehmen Fision übernommen. Das Start-up entwickelt Technologien für die Erstellung virtueller 3D-Modelle von Körpern und Kleidungsstücken.

Statt vor Ort können sich Käufer selber Zuhause scannen oder ihre genauen Körpermasse angeben und so einen Avatar erstellen. Kunden können bei Zalando in etwa 1,5 bis 2 Jahren mit einem virtuellen Ebenbild einkaufen gehen, heisst es auf Anfrage von 20 Minuten.

Non-Food-Handel soll 2021 zulegen

Die Ökonomen der Credit Suisse gehen davon aus, dass das Konsumverhalten der Schweizer Bevölkerung noch für einige Monate durch die Pandemie mitbestimmt wird. Das soll den Non-Food-Bereich stützen und zu einem Umsatzwachstum von 2 Prozent in diesem Segment führen. Der Food-Bereich allerdings soll um 6 Prozent abnehmen, weil die Messlatte im vergangenen Jahr dank Restaurant- und Grenzschliessungen so hoch war.

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