15.02.2018 05:43

Test im HybridbusBald kein Polster mehr? VBZ testet neue Sitze

In einem VBZ-Bus können Fahrgäste entscheiden, ob sie auf Holz, Polster oder Leder sitzen möchten. Damit wird getestet, auf welchem Sitz Zürcher künftig Platz nehmen werden.

von
Jennifer Furer
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Leder- und Holzsitze werden von der VBZ neu in einem Hybridbus getestet.

Leder- und Holzsitze werden von der VBZ neu in einem Hybridbus getestet.

VBZ/Luca Petrarca
«Sowohl das e-Leather als auch das Holz sind umweltfreundliche Materialien. Beide sind aus natürlichen Rohstoffen und werden nachhaltig gewonnen», sagt VBZ-Sprecherin Daniela Tobler.

«Sowohl das e-Leather als auch das Holz sind umweltfreundliche Materialien. Beide sind aus natürlichen Rohstoffen und werden nachhaltig gewonnen», sagt VBZ-Sprecherin Daniela Tobler.

VBZ
Ziel des «Probesitzens» sei es, einen geeigneten Sitz für die nächste Busgeneration zu finden. «Wir möchten dazu die Kundenmeinung bezüglich Komfort und Hygiene abholen», sagt Tobler. Es gehe aber auch darum, neue Materialien auf ihre Alltagstauglichkeit hinsichtlich Verschleiss, Reinigungsaufwand und Kosten zu testen.

Ziel des «Probesitzens» sei es, einen geeigneten Sitz für die nächste Busgeneration zu finden. «Wir möchten dazu die Kundenmeinung bezüglich Komfort und Hygiene abholen», sagt Tobler. Es gehe aber auch darum, neue Materialien auf ihre Alltagstauglichkeit hinsichtlich Verschleiss, Reinigungsaufwand und Kosten zu testen.

VBZ

Worauf wollen sich Zürcher künftig im Bus setzen? Dieser Frage gehen die Verkehrbetriebe Zürich (VBZ) derzeit nach. Sind es die gängigen Polster- oder die neuen Leder- und Holzsitze? Vom 29. Januar bis Mitte März fährt ein Hybridbus mit diesen verschiedenen Sitzunterlagen durch Zürich, um zu schauen, welche Sitze den Zürchern am besten belieben. VBZ-Sprecherin Daniela Tobler: «Der Bus mit der Fahrzeug-Nummer 190 ist auf unterschiedlichen Linien unterwegs, am Mittwoch beispielsweise auf der Linie 31 zwischen Bahnhof Altstetten und Bahnhof Schlieren.»

Ziel des «Probesitzens» sei es, einen geeigneten Sitz für die nächste Busgeneration zu finden. «Wir möchten dazu die Kundenmeinung bezüglich Komfort und Hygiene abholen», sagt Tobler. Es gehe aber auch darum, neue Materialien auf ihre Alltagstauglichkeit hinsichtlich Verschleiss, Reinigungsaufwand und Kosten zu testen. Im Probesitz-Bus würden neuartige Holz- und Ledersitze getestet, die aus sogenanntem «e-Leather» bestehen.

Umwelt und Kosten

Um dieses herzustellen, würden Leder-Abfälle aus der Industrie weiterverarbeitet. Im Endergebnis sei das recycelte Leder leichter, bei der Produktion werde weniger Wasser verwendet als bei echtem Leder, und beim Herstellungsprozess würden keinerlei Leim oder sonstige Chemikalien verwendet.

«Sowohl das e-Leather als auch das Holz sind umweltfreundliche Materialien. Beide sind aus natürlichen Rohstoffen und werden nachhaltig gewonnen», sagt Tobler. Auch deren Entsorgung sei somit keine Belastung für die Umwelt. Für die VBZ spielen aber nicht nur ökologische Überlegungen mit. «Sowohl Holz wie das neue Material e-Leather sind vermutlich pflegeleichter sprich weniger kostenintensiv», sagt Tobler.

Werden die Stoffpolstersitze demnach bald aus den Zürcher Bussen verschwinden? «Das ist durchaus möglich», sagt Tobler. Dies hänge jedoch von der Auswertung des Testbetriebs ab. Bisher sei die VBZ mit dem Rücklauf der Kundenmeinungen zufrieden. Tobler: «Die Umfragebogen wie auch die Online-Umfrage werden von den Fahrgästen gut genutzt.»

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