Aktualisiert 05.08.2008 13:58

EU-KommissionBald kommt das «sprechende Auto»

Der Weg für das «sprechende Auto» ist frei. Die EU-Kommission hat in Brüssel Funkfrequenzen reserviert, mit denen Autofahrer bald gezielt untereinander Kontakt aufnehmen können.

Aus Verkehrszentralen sollen die Benutzer einer bestimmten Strasse vor Staus gewarnt werden können. Ein Sprecher der Kommission sagte, entsprechende Geräte kämen voraussichtlich 2010 oder 2011 auf den Markt.

Sie sollten aber nicht ausschliesslich zur Erhöhung der Verkehrssicherheit, sondern auch zur Kommunikation zwischen Autofahrern eingesetzt werden dürfen. «Die Frequenzen sind nicht für einen bestimmten Zweck reserviert.» Hauptzweck ist den Angaben zufolge jedoch die Verhinderung von Unfällen und die Vermeidung von Staus.

Mit den neuen Systemen können sich Autofahrer beispielsweise auf einer Strasse vor Glatteis oder einem Unfall warnen - zugleich sind sie auch beispielsweise von Verkehrsmeldezentralen erreichbar. Die Informationen werden mit Hilfe von kleinen Sendern entlang der jeweiligen Strassen ausgestrahlt.

Amateurfunk bleibt

Die EU-Kommission entschied, dass künftig ein Frequenzbereich von 30 Mhz im 5,9-Ghz-Band für «Intelligente Fahrzeugkommunikation» reserviert sein soll. Bereits bestehende Dienste, beispielsweise Amateurfunk, sollten aber nicht verboten werden.

In Japan und den USA gibt es derartige Systeme bereits seit 1997 beziehungsweise 1999. «Wir sind zuversichtlich, dass wir nicht zu viel Zeit verloren haben», sagte der Sprecher der Kommission. Die Entscheidung ist Teil der EU-Initiative «Intelligentes Fahrzeug», mit deren Hilfe der Strassenverkehr intelligenter organisiert werden soll.

(sda)

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