Aktualisiert 31.07.2019 07:55

Raiffeisen-Prognose

Bald kostet der Euro nur noch einen Franken

Der Eurokurs fällt – laut Raiffeisen-Chefökonom Martin Neff kommt die Parität innert der nächsten 18 Monate.

von
rkn
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Raiffeisen-Chefökonom Martin Neff ist überzeugt, dass der Euro bald einen Franken kosten wird.

Raiffeisen-Chefökonom Martin Neff ist überzeugt, dass der Euro bald einen Franken kosten wird.

Keystone/Gaetan Bally
«Die Parität kommt. In 18 Monaten wird der Euro einen Franken kosten», sagt Neff zum «SonntagsBlick».

«Die Parität kommt. In 18 Monaten wird der Euro einen Franken kosten», sagt Neff zum «SonntagsBlick».

Keystone/Martin Ruetschi
Vergangene Woche ist der Euro zum Franken unter 1.10 gefallen.

Vergangene Woche ist der Euro zum Franken unter 1.10 gefallen.

Keystone/Martin Ruetschi

So tief wie vergangene Woche war der Eurokurs seit zwei Jahren nicht mehr: Ein Euro kostete zeitweise lediglich 1.0980 Franken. Und es soll so weitergehen, sagt Raiffeisen-Chefökonom Martin Neff zum «SonntagsBlick»: «Die Parität kommt. In 18 Monaten wird der Euro einen Franken kosten.»

Laut Analysten ist die Europäische Zentralbank (EZB) mit ihrer expansiven Geldpolitik für die Entwicklung verantwortlich. Die EZB senke seit 2008 die Zinsen und kaufe Staatsanleihen. Diese Praxis mache es stark verschuldeten Staaten einfacher, kostengünstig weitere Schulden anzuhäufen.

Gefahr für Schweizer Tourismus

Gleichzeitig gilt der Franken als sicherer Hafen. Dies, weil die Schweizer Wirtschaft sehr robust ist. Neff von der Raiffeisenbank bezweifelt, dass die Schweizerische Nationalbank etwas gegen die Aufwertung des Franken unternehmen kann. Sie hänge selbst am Tropf der EZB.

Neffs Prognose flösst laut dem Bericht vor allem der Tourismusbranche Angst ein. Kommt die Parität, würden die europäischen Gäste ausbleiben. Nach Schweizer Touristen sind die EU-Bürger die grösste Kundengruppe.

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