17.07.2017 03:41

SecondomemeBalkan-Humor bringt die Schweiz zum Lachen

Mit witzigen Memes haben sich zwei junge Ostschweizer eine schnell wachsende Fangemeinde erarbeitet. Ihr Projekt Secondomeme kommt bei Secondos und Schweizern gut an.

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Die beiden Köpfe hinter Secondomeme: Aleksandar Djuric (links) und Faton Idrizi.

Die beiden Köpfe hinter Secondomeme: Aleksandar Djuric (links) und Faton Idrizi.

zVg
Die Hauptfigur der beiden: Sabahudin.

Die Hauptfigur der beiden: Sabahudin.

Screenshot Facebook
Der Vorzeige-Secondo aus dem Balkan hat immer...

Der Vorzeige-Secondo aus dem Balkan hat immer...

Screenshot

«Er bringt alles mit, was ein richtiger Balkaner haben muss», sagt Faton Idrizi. Die Rede ist von Sabahudin, der Hauptfigur des Social-Media-Projekts Secondomeme. Sabahudin, immer einen Zahnstocher im Mund, zirka 50 Jahre alt, ist ziemlich arbeitsscheu, aber immer zur Stelle, wenn es darum geht, seinen Sohn aufzuziehen und mit guten Ratschlägen einzudecken.

Im Mai 2016 begannen Faton Idrizi, Schüler an der Kanti Frauenfeld, und Aleksandar Djuric, ein Konstrukteur, Memes über Secondos zu posten. «Eigentlich ist die Seite aus Spass entstanden, aber plötzlich ging es ab und die Leute haben uns gefeiert.» «Gefeiert» trifft es: Nach etwas mehr als einem Jahr haben die beiden 21-Jährigen über 80'000 Followern auf Facebook und Instagram.

«Irgendwo sind wir alle gleich»

Bereits werden Djuric und Idrizi auf der Strasse erkannt. «Am Albani-Fest in Winterthur ist es ziemlich ausgeartet», erzählt Idrizi. Sie seien von Fans mit Selfiewünschen richtiggehend belagert worden. Die beiden treffen mit ihrer Comedy offenbar einen Nerv. Und sie haben eine Nische gefunden: «Wir sind einzigartig, was auch unseren schnellen Aufstieg erklärt», sagt Idrizi.

Ihre Spässe zielen auf Einwanderer vom Balkan, gleichzeitig gehe es ihnen darum, zu zeigen, dass es eine Ähnlichkeit zwischen den Völkern gibt. «Er ist Serbe, ich bin Albaner», sagt Idrizi. Und haben Secondos einen anderen Humor haben als Einheimische? «Ja, definitiv», sagt Idrizi. «Wir lachen auch über Dinge, die andere nicht lustig finden. Wäre dies nicht so, wäre unsere Seite vollkommen unnötig.»

Auch Büssi ist begeistert

Auch wenn die Fangemeinde vor allem aus Secondos besteht, haben Djuric und Idrizi durchaus auch Schweizer Anhänger. So etwa Comedian Stefan Büsser. «Der Wiedererkennungswert ist sehr hoch», sagt dieser, «und was ich am besten finde, es ist nicht irgendwas, das auf einer amerikanischen Seite schon mal gepostet wurde und jetzt einfach ins Schweizerdeutsche übersetzt wurde.»

So soll es auch bleiben. Die beiden 21-Jährigen möchten dran bleiben und ihr Projekt weiterentwickeln. «Es wäre schön, irgendwann einmal Profit aus dieser Sache zu schlagen», sagt Faton Idrizi. «Wie, das wissen wir noch nicht.» Sicher ist: Die Fans können sich auf weitere Episoden mit dem schlaumeierischen Sabahudin freuen.

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