Aktualisiert 31.10.2011 20:06

Der Maskenmann Ballack solls richten

Ausgerechnet der Mittelfeld-Oldie soll Bayer Leverkusen morgen gegen Valencia den Einzug in die Achtelfinals der Champions League sichern.

von
Andy Huber

Nach seinem Nasenbeinbruch, beim glücklichen 1:0 am Freitagabend in Freiburg nach einem Zweikampf mit Gegenspieler Jan Rosenthal, bangt der ehemalige Captain der deutschen Nationalmannschaft (98 Spiele, 42 Tore) um seinen Einsatz im Schlüsselspiel gegen die Spanier. Nach der Partie gegen Freiburg war der Mittelfeldspieler erst um 1.30 Uhr aus der Freiburger Uniklinik ins Teamhotel zurückgekehrt, am Samstag liess er sich die Nase richten und eine Spezialmaske basteln. «Man muss sehen, was möglich ist», hofft Trainer Robin Dutt auf Ballacks Einsatz.

Nicht immer haben sie in ­Leverkusen so auf den «Capitano» gesetzt. Vor 15 Monaten hatte man Ballack zwar ab­lösefrei, dafür für 6 Millionen Franken Jahressalär vom Londoner Klub Chelsea ins Rheinland gelockt. Doch es folgte eine Zeit der Rückschläge und sogar der Verbannung auf die Ersatzbank für Ballack. Nun scheint aber eine erste Form von Rendite zu wachsen. Seit einigen Wochen gehört Ballack zu den wenigen Bayer-Profis, die positive Akzente setzen und auch Punkte sichern. Ballack erzielte gegen Freiburg ­bereits nach zwei Minuten

den Siegtreffer – sein erstes Bundesliga-Tor seit dem 13. Mai 2006, damals traf er für Bayern München.

Verständlich, dass die Leverkusener Bosse nun alles unternehmen, um ihren Leithammel zu einem Einsatz zu ermuntern. Auch deshalb, weil Ballack mit seinen 90 Einsätzen in der «Königsklasse» mehr Partien auf dem Buckel hat als der Rest des Teams (65). Ballack soll es morgen wieder richten – auch mit kaputter Nase.

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