Aktualisiert 08.12.2008 22:58

BERNECKBallon-Absturz: Hat Pilot den Wind unterschätzt?

Bei der Kollision eines Heissluftballons mit einer Stromleitung wurden gestern fünf Personen verletzt. Pilot war der amtierende Schweizer Meister.

von
Urs-Peter Zwingli

Der Zusammenprall ereignete sich gestern Morgen kurz nach 9 Uhr auf der Bernecker Kloteren, einer grossen Wiese mit angrenzenden Wohnquartieren. Der Heissluftballon wurde rund 150 Meter von der Hochspannungsleitung entfernt startklar gemacht. «Wegen des starken Westwindes viel zu nahe», sagt Eugen Bucher (75), der das Unglück auf einem Spaziergang hautnah miterlebte.

Gleich als der Ballon abhob, nahm das Drama seinen Lauf: «Zuerst prallte er ins Auto der Ballonfirma, dann in die Stromleitung», so Bucher. Dabei wurde der Korb vom Ballon getrennt und die Insassen stürzten ab. Alle fünf wurden dabei verletzt, zwei von ihnen schwer. «Es gab einen Beinbruch, Fussbrüche und Verbrennungen», sagt Remo Kurer (45), der nahe der Unfallstelle eine Werkstatt betreibt und den Verletzten Erste Hilfe leistete.

Unter den Verletzten ist auch Pilot Stefan Zeberli, Schweizer Meister 2006 und 2008 im Heissluftballonfahren. Sein Bruder wollte den Unfall nicht kommentieren. Offenbar wollte das Ballonteam einen Alpenüberflug durchführen. «Ballonstarts im Rheintal sind wegen teilweise unberechenbarer Windverhältnisse immer etwas heikel», sagt ein Heissluftballon-Experte.

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